66 Tipps gegen Liebeskummer (update)
18. April 2017
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Beziehung retten, aber wie?

Mit der ELMAR-Methode zurück zum Liebesglück

Wie kann man eine Beziehung retten? Ich bin mir sicher, du hast genug gehört über Beziehungstipps oder gut gemeinte Ratschläge.

Wenn du praktische Strategien suchst, die du jetzt gleich anwenden kannst, wirst du diesen Ratgeber lieben.

Die Beziehung retten ist kein Selbstläufer, du musst wissen, wie du vorgehst. Sonst machst du den Spaghetti-Ansatz: Wirf sie gegen die Wand und hoffe, dass es hält.

Du bekommst in diesem Ratgeber eine Anleitung, die dir deine harmonische Beziehung und die glücklichen Momente mit deinem Partner zurückbringen kann.

Die ELMAR-Methode: Die 5 Schritte im Überblick

Im Folgenden findest du einen Überblick über die 5 Schritte der ELMAR-Methode, um eine Beziehung retten zu können.

Um detailliertere Informationen zu erhalten, klicke auf den jeweiligen Schritt, um gleich dorthin zu springen!

Erkennen: Wie du erste Anzeichen
einer Krise richtig deutest

Im ersten Schritt der ELMAR-Methode geht es darum, Auslöser einer Krise frühzeitig zu erkennen. Denn gemäß einem Artikel auf liebeskummer.org werden die Hälfte aller Beziehungen wieder getrennt.

Glücklicherweise gibt es ein paar Indizien, die uns sagen, dass wir auf eine Krise zusteuern…

… eine Krise, die schnell zu einer ernsten Gefahr für jede Beziehung werden kann.

(Wenn du bereits Probleme hast und eine Beziehung retten möchtest, gehe gleich zum nächsten Schritt der ELMAR-Methode.)

In diesem Abschnitt zeige ich dir, wie du die ersten Anzeichen einer Krise richtig deutest.

Krisen in der Beziehung entwickeln sich

Trennungsgrund in Beziehungen ist oftmals nicht 1 spezielles Ereignis (Seitensprünge mal ausgenommen). Krisen bahnen sich über längere Zeit an.

Warte nicht, dass sich so viele Dinge aufgetürmt haben und diese den Sturm vom Zaun brechen.

Reflektiere stattdessen öfters mal die derzeitige Situation in deiner Beziehung:

Welche Veränderungen passieren gerade? Wie entwickelst du dich und wie dein Partner?

Wer diese frühen Anzeichen ignoriert, landet womöglich schneller im Scherbenhaufen, als einem lieb ist.

Und dann ist das Beziehung retten womöglich irgendwann nicht mehr möglich.

ELMAR-methode-krisen-entwickeln-sich

Höre auf dein Bauchgefühl

Wir alle sind mit einem unglaublich präzisen Radar ausgestattet, was zwischenmenschliche Beziehungen angeht: Unserem Bauchgefühl.

Wir können erkennen, wenn ein Mensch glücklich ist und wenn ihn etwas bedrückt oder er sich Sorgen macht. Und dieses Radar springt auch an, wenn etwas in einer Beziehung nicht passt. Auch dieser Artikel vom Zentrum der Gesundheit gibt dem Bauchgefühl beim Beziehung retten einen großen Stellenwert.

Male dir natürlich nicht gleich bei jeder Kleinigkeit das Drama aus. Wenn du dieses Gefühl aber über längere Zeit andauernd hast, dann gehe ihm nach.

Je früher potentielle Krisen entschärft werden können, desto besser stehen die Chancen fürs Beziehung retten und desto besser kann die ELMAR-Methode funktionieren.

Kenne die 3 Bereiche, wo die Krise auftreten kann

Es gibt 3 Komponenten, wo eine Krise auftreten kann:

  • zwischen den beiden Partnern A und B (persönlicher Bereich)
  • wenn die Kommunikation nicht mehr funktioniert (kommunikativer Bereich)
  • wenn der Umgang miteinander in eine negative Richtung abgleitet (Beziehungs-Bereich)

 
ELMAR-methode-kommunikation

Lokalisieren: Wie du Problemzonen
in der Beziehung messerscharf findest

Eine Beziehung zu retten ist kein Selbstläufer, sondern erfordert ein planvolles Vorgehen.

Wenn dir dein Bauch sagt, dass es nicht passt, dann grabe tiefer: Wo liegt die Ursache?

Wenn du die nicht kennst, ist das Beziehung retten wie das Fischen im Trüben.

In diesem Abschnitt zeige ich dir, wie du mit 3 einfachen Fragen die Problemzonen erspähst und damit den nächsten Schritt zur Rettung deiner Beziehung mit der ELMAR-Methode gehst.

Klingt interessant?

Ist es auch :-)!

Los geht’s mit Frage #1:

 

Frage #1: Was ist das Problem?

Wo liegt die Unzufriedenheit? Was passt nicht? Was willst du, dass sich ändert? Was sind deine Bedürfnisse und Wünsche? Was stört dich?

Beispiele:

  • Wir schlafen kaum mehr miteinander und tauschen keine Zärtlichkeiten mehr aus.
  • Mein Partner und ich arbeiten so viel, sodass wir uns fast nie sehen.

Frage #2: Für wen ist es ein Thema?

Leidet ihr beide unter der obigen Situation? Oder nur du bzw. dein Partner?

Beispiele:

  • Ich leide darunter, während es für meinen Partner kein Problem darstellt.
  • Wir leiden beide darunter, dass wir uns so selten sehen.

Frage #3: Wie soll es im Idealzustand sein?

Wenn du es dir aussuchen könntest, wie schaut der der Idealzustand deiner Beziehung aus? Was müsste sein, damit das obige Problem keines mehr wäre? Male dir den Wunschzustand aus!

WICHTIG:

Sei spezifisch! Versuche so gut es geht, deinen Idealzustand konkret zu beschreiben.

Beispiele:

  • Wir würden 5x in der Woche leidenschaftlichen Sex haben oder ausgiebig kuscheln.
  • Wir würden uns unter der Woche 2x am Abend Zeit nehmen und bewusst zu zweit Zeit verbringen.

Die Antworten zu diesen 3 Fragen sind die Basis für die Aktivität in der ELMAR-Methode.

Bevor es soweit ist, gehen wir noch kurz die gröbsten Voraussetzungen durch, wann man eine Beziehung noch retten kann.

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Möglichkeit: Beziehung retten oder beenden

Natürlich gibt es Krisen, die man nicht mehr lösen kann.

Vielleicht sind die Gräben einfach schon zu tief, nach unzähligen Boshaftigkeiten, die man sich an den Kopf geworfen hat. Oder wenn man die ersten Anzeichen (siehe oben) allzu lange ignoriert hat.

Die gute Nachricht:

Nicht jede Beziehung ist von vornherein verloren. Es besteht in vielen Fällen eine gute Chance, dass man die Beziehung retten kann.



Hat das Beziehung retten Chancen auf Erfolg?

Es gibt Indizien, anhand derer man die Chance auf Erfolg zumindest abschätzen kann. Auch wenn in jedem Fall der Rettungsversuch unternommen wird, gehe zumindest die unteren Bereiche durch.

Darüber hinaus gibt es im Internet auch Tests, ob man die Beziehung beenden sollte. Solche Tests sind z.B. auf liebeskummer.org oder beim Palverlag zu finden.

Es müssen natürlich nicht alle zu 100% zutreffen – höre hier auch auf dein Bauchgefühl, welche Bereiche für dich am wichtigsten sind.

Wenn man jedoch merkt, dass man nahezu in allen unteren Punkten keine gemeinsame Linie hat, wird vermutlich auch das Beziehung retten sehr schwer.

Diese Punkte sind es:

  • Es muss eine Bereitschaft von beiden vorhanden sein, die Beziehung retten zu wollen. Es ist eine Motivation vorhanden, die nächsten Monate/Jahre auch noch gemeinsam zu gehen.
  • Man mag den Partner nach wie vor. Ich rede hier nicht von Liebe, denn die ist immer relativ und von den eigenen Bemühungen abhängig, eine Beziehung zu pflegen. Doch es muss eine Sympathie dem Partner gegenüber bestehen. Mehr Informationen darüber, was Liebe eigentlich ist, kannst du in diesem interessanten Artikel nachlesen.
  • Die Bereitschaft, in der Beziehung zu sein und den weiteren Weg zu gehen, über das zu stellen, alleine zu sein.
  • Man sollte noch miteinander reden können, ohne dass es gleich in einem Streit eskaliert und man sich böse Worte an den Kopf wirft.
  • Wenn man immer noch gerne gemeinsame Zeit verbringt und sich eigentlich noch gut leiden kann, aber ein gewisses Probleme/Konflikte gelöst werden müssen.
  • Wenn man grundsätzlich in den wichtigen Dingen des Lebens übereinstimmt, was Lebensplanung, Lebensmittelpunkt, Kinder etc. anbelangt.
  • Und auch die persönlichen Ziele der Partner schließen sich nicht aus, sondern sind mit den gemeinsamen Beziehungszielen vereinbar.
  • Man geht noch voller Wertschätzung und Respekt miteinander um und man hat ein Interesse für das Leben des Partners.
  • Man fühlt sich wohl in der Gegenwart des Partners und hat kein Misstrauen ihm gegenüber.


Auf alles vorbereitet sein

BEVOR du voller Freude in den Rettungsversuch stürmst, sei auf das, was kommt, auch vorbereitet.

Vielleicht redet ihr schon beide über euch und wollt eure Beziehung retten.

Sei aber auch darauf vorbereitet, dass dein Partner nicht an einer Rettung interessiert ist. Auch dann kannst du alles versuchen, wenn du an die Beziehung glaubst.

Doch zum Beziehung retten gehören immer zwei. Tue dir darum selbst den Gefallen und laufe nicht einem Rettungsversuch hinterher, wenn sich herausstellt, dass eine Rettung nicht mehr möglich ist.

Es kann auch sein, dass ihr beide einvernehmlich dazu kommt, die Beziehung zu beenden.

Also:

Gehe mit allem, was du zu geben bereit bist, in den Rettungsversuch (siehe Aktivität gleich weiter unten). Sei dir aber VON VORNHEREIN bewusst, dass es keine Erfolgsgarantie gibt!



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Aktivität oder eine Frage des Wie:
Beziehung retten mit diesen Schritten

Eine Beziehung retten, aber wie gehe ich am besten vor?

In diesem Abschnitt der ELMAR-Methode lernst du einfache Strategien, die genau das ermöglichen können.

Vielleicht fragst du dich: Wie kann man allgemeine Strategien geben, wo doch jede Beziehung verschieden ist?

Ja, das stimmt.

Doch warte, es geht doch.

Es gibt generelle Meta-Strategien (also unabhängig vom jeweiligen Fall), die man immer anwenden kann.

Im Folgenden findest du diese Meta-Strategien. Sie geben dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung an die Hand, um beim Beziehung retten den größtmöglichen Erfolg zu haben.

Beginne also bei #1 und überspringe jene Nummern, die für dich gerade nicht passen.

Viel Erfolg!

#1 Sofort handeln!

In kriselnden Beziehungen hört man oft:

„Wird schon werden.“ oder: „Ist nur eine Phase.“

Hast du die ersten Anzeichen entdeckt (mehr dazu weiter oben beim Erkennen der Krise) und dein Bauchgefühl sagt, dass es ernster werden könnte, so handle sofort.

Das gilt auch, wenn es schon Probleme gibt.

Wer da nichts tut, lässt diesen Graben, der sich da auftut, unaufhaltsam wachsen, bis schließlich nichts Verbindendes mehr da ist.

Wenn du willst, dass sich etwas verändert, dann hoffe nicht darauf, dass sich alles schon wieder normalisieren wird. Das tut es nämlich oft nicht. Handle stattdessen!

Ergreife die Initiative und warte nicht, dass der Partner merkt, dass es dir etwas fehlt. Sprich die Dinge an, nenne sie beim Namen.

Wie das alles funktioniert, kommt gleich. Vorerst geht es mal darum, dich in einen handlungsfähigen Zustand zu versetzen, der dich bereit macht, die nötigen Dinge ins Rollen zu bringen.

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#2 Entscheide dich bewusst, die Beziehung retten zu wollen!

BEVOR es zu den ersten Gesprächen kommt, braucht es eine bewusste Entscheidung, eine Beziehung retten zu wollen und zwar mit allem, was du hast. Denn weniger hat ein solches Unterfangen nicht verdient

Wenn du nicht bereit bist, alles zu geben, denk mal darüber nach, was diese Beziehung für dich bedeutet.

Wenn du dann merkst: Wow, eigentlich extrem viel! So hast du auch die Motivation, alles zu geben und du wirst auch alles geben.

#3 Niemand ist Schuld

Für Krisen braucht es im Allgemeinen einen Schuldigen. So auch, wenn die Beziehung auf der Kippe steht.

Auch solche Gedanken lassen die Gräben nur noch tiefer werden und führen nicht zu einer Rettung. So bleibt das Drama das Gleiche und die Möglichkeiten zum Beziehung retten werden im Keim erstickt.

Wichtig ist, keinen Schuldigen zu suchen für die derzeitige Krise, weder bei sich selbst noch beim Partner.

Jetzt geht es ums HANDELN. Dazu gehört NICHT, die Schuldfrage zu klären.

#4 Beginne bei dir selbst: Was bist du bereit aufzugeben?

Denke daran:

Die einzige Person, die du mit Sicherheit in einer Beziehung ändern kannst, bist du selbst!

Nimm dir die Antwort auf Frage #2 her (siehe Lokalisieren):

Frage #2: Für wen ist es ein Thema?

Es kann sein, dass DU dich ändern musst (und nicht der Partner!), wenn es nur für dich ein Problem ist.

Und es kann (und womöglich wird) die Situation kommen, wo man unangenehme Dinge ansprechen muss und vielleicht auch über den eigenen Schatten springen muss.

Sei dir jetzt im Klaren und höre in dich hinein, ob du dafür bereit bist. Wenn nicht, gehe zurück zu Schritt #2 und überlege, ob du die Motivation zum Beziehung retten überhaupt hast.

Die Frage ist also: Was bist du bereit zu geben und zu tun?

Bist du bereit, dich zu ändern, damit es für die Beziehung wieder passt?

Beispiel:

Wenn es dich krankhaft eifersüchtig macht, wenn dein Partner mit seinen Kumpels umherzieht, dann ist es in erster Linie deine Sache, mit deiner Eifersucht umzugehen. Es ist nicht die Aufgabe deines Partners deswegen auf seine Kumpels zu verzichten.

Er KANN dir zuliebe darauf verzichten (siehe auch Strategie #10), doch wenn seine Kumpels für ihn sehr wichtig sind, dann ist das Verzichten darauf so, als würdest du ihm einen wichtigen Teil aus seiner Welt reißen…

#5 Akzeptieren, dass jeder in seiner eigenen Welt lebt

Vielleicht hast du schon einen der Ratgeber gelesen, warum Männer und Frauen unterschiedlich sind.

Auch wenn da viel populärwissenschaftlicher Quatsch drinnen steht, diese Ratgeber verdeutlichen eines jedoch sehr richtig:

Wir leben alle in unserer eigenen Welt – es ist fast wie beim Film, dass wir gemäß eines Lebensdrehbuches leben.

Dort hinein schreiben wir seit unserer Geburt (damals war es noch relativ leer). Es steht drinnen, was für uns wichtig ist, was uns gefällt und welche Bedürfnisse wir haben.

Das Problem jetzt:

Bei deinem Partner steht da vielleicht etwas ganz anderes zu diesem Thema drinnen. Dann sind Konflikte vorprogrammiert. Streit passiert.

Ein oft zitiertes Beispiel ist da z.B. die Zahnpastatube. Wenn in deinem Lebensdrehbuch steht, dass es egal ist, ob man sie offenlässt oder zumacht, bei deinem Partner aber drinnensteht, dass sie geschlossen sein MUSS, besteht da ein großes Potential für aufziehende Gewitterwolken und Konflikte.

Will man eine Beziehung retten ist die große Aufgabe der neuerliche Abgleich der eigenen Lebensdrehbücher (siehe das „erotische Zwiegespräch“ weiter unten).

Denn diese verändern sich mit der Zeit. Vor 5 Jahren standen da noch nicht so viele Dinge drin, wie heute.

Und beim Retten einer Beziehung gilt es herauszufinden, wie ähnlich oder unterschiedlich sich diese Lebensdrehbücher sind.

Und wenn sie zu unterschiedlich (geworden) sind, kann eine Rettung vielleicht nicht mehr möglich sein (siehe auch den Abschnitt bei "Möglichkeit").

#6 Die Krise als Chance sehen

Eine Krise kann eine Chance sein, die eigene Beziehung tiefer und harmonischer werden zu lassen.

Die intensive Beschäftigung mit Wünschen, Plänen und Erwartungen an die Beziehung und an den Partner kann dazu führen, den Partner noch tiefer kennenzulernen.

Denn:

Ohne die Krise wäre man vielleicht gar nicht zu diesem Punkt gekommen. Dann stünden nach wie vor Oberflächlichkeiten an der Tagesordnung.

Und plötzlich redet man dann 1x friedlich offen und ehrlich miteinander und es tun sich Universen über das Wesen des Partners auf, wie dieser tickt und was ihm wichtig ist.

Aha-Erlebnisse wie: „Puh, da dachte ich, dass du das ganz anders magst/meinst/wahrnimmst…“ treten dann oft auf.

Eine Beziehung ist ein Prozess, es ist eine Entwicklung. Eine Krise, wenn sie gemeistert wird, kann einen weiteren Wachstumsschub geben.

#7 Rede mit dem Partner drüber

Wenn du weißt, was du willst, ist der nächste Schritt, mit dem Partner darüber zu sprechen. Den beim Beziehung retten kommt der Kommunikation eine sehr wichtige Rolle zu.

Meistens wird in der Zeit, wo die Beziehung schon an der Kippe steht, zum ersten Mal über die jeweiligen Bedürfnisse gesprochen.

Beispiel:

Wenn der Sex schlecht ist und deswegen die Beziehung leidet: Sprich es an. Sag, was du möchtest und höre deinen Partner, was er möchte. Nur wenn beide wissen, was der andere will, kann eine Lösung gefunden werden.

Oder: Wenn Nähe und Freiraum ein Krisenpunkt ist.

Wenn man nie darüber spricht, was jeder will, woher soll man es dann wissen. Dieser Irrglaube, dass der Partner ja merken müsse, was man will, ist weit verbreitet.

Nein!

Wenn du etwas möchtest, ist es DEINE Aufgabe, es zu kommunizieren.

Erinnere dich an die Frage #3 beim Lokalisieren:

Frage #3: Wie soll es im Idealzustand sein?

Sei bei Gesprächen zur Rettung der Beziehung lösungsorientiert: Arbeite auf eine gemeinsame Lösung hin, die für beide passt.

Wie du das am besten machst, kommt jetzt dran:

#8 Richtig kommunizieren

Gute und friedvolle Kommunikation, wo offen und ehrlich gesprochen wird, ist das Um und Auf.

Logisch:

Kommunikation mit der Sprache ist die Nr. 1 Möglichkeit, wie wir unserem Partner unsere Anliegen schildern!

Die Kommunikation der eigenen Bedürfnisse soll daher auf die richtige Weise erfolgen. Friedvoll, offen, konstruktiv und wertschätzend.

Die richtige Kommunikation ist ein so reichhaltiges Thema, das natürlich nicht alles hier abgehandelt werden kann.

Trotzdem findest du ein paar wichtige Methoden, um dein Kommunikationsverhalten merklich zu verbessern.



Ein weiteres sehr effektives Werkzeug ist das erotische Zwiegespräch nach Lukas Möller. Es eignet sich hervorragend, die eigenen Lebensdrehbücher abzugleichen.

Das geht so:

  • Man verabredet sich in ungestörter Atmosphäre verbindlich und nimmt sich bewusst Zeit. Also nicht zwischen durch mal schnell machen, sondern wirklich fix in den Terminkalender eintragen.
  • Als Zeitspanne bieten sich 90 min an. Bei Bedarf darf es auch länger sein.
  • Jeder bekommt immer 15 min Zeit. In dieser Zeit schildert man sein Inneres. Nimm dir hier wieder die Antwort her auf die „Frage #3: Wie soll es im Idealzustand sein?“.
  • Versuche, die Fehler beim Streiten zu vermeiden (siehe oben oder klicke nochmals hier für den Download).
  • Spreche nur über die Beziehung und was in dir vorgeht. Für Kritik am Partner ist hier kein Platz. Wenn du sprichst, dann sprich über dich, wie es dir geht und wie du dich fühlst. Verbanne auch Sätze mit „du“ aus dem Gespräch.
  • Gerade bei sensiblen Themen (wie z.B. der Sexualität und was jeder mag) braucht es oft Zeit, seine Bedürfnisse und Gefühle zu offenbaren. Hab Mut zur Stille und sprich dann, wenn es dran ist – in deinen 15 min darfst du auch schweigen.

Wie gesagt:

Es geht um den Abgleich der Lebenstagebücher.

#9 Die Beziehung auf die nächste Stufe heben

Nach dem Beziehung retten ist vor dem Beziehung retten?

Nein, das soll natürlich nicht passieren.

Ein Rettungsversuch hat keinen Sinn, wenn die alten Konfliktherde nachher wieder aufreißen.

Darum hebe die Beziehung auf eine neue Stufe.

Dominik Borde schreibt auf seiner Seite von 3 Stufen in Beziehungen, die ich sehr einfach und praktisch finde:

1. Stufe: Egoistische Liebe

Sie funktioniert nach dem Prinzip: „Wenn ich nicht das kriege, was ich möchte, dann schreie ich!“ Sie ist evolutionär für Babys sinnvoll, in einer Partnerschaft ist diese kein gutes Fundament. Jeder handelt aus egoistischer Sichtweise.

2. Stufe: Tauschliebe

„So wie du mir, so ich dir.“ lautet hier das Prinzip. Alles, was gemacht wird, wird im gleichen Ausmaß vergütet.

3. Stufe: Gebende Liebe

Der Königsweg und wohin sich die Beziehung wieder entwickeln sollte. „Ich habe Freude daran, meinen Partner glücklich zu machen.“ Kriselt es in einer Beziehung rangiert man oft auf den ersten beiden Stufen.

Das oben angesprochene Gespräch soll dazu dienen, die Voraussetzungen für die 3. Stufe wieder zu schaffen. Wo beide zusammen wieder mehr sind, als die Summe ihrer Teile. Wo die Beziehung wieder atmen und sich entwickeln kann.

#10 Geben und Nehmen

In einer guten Beziehung ist es nicht ein Geben, um eine Gegenleistung zu erhalten. Nein, es ist ein Geben, um den Partner und gleichzeitig dich glücklich zu machen. Es ist ein bedingungsloses Geben.

Trotzdem sollte zwischen dem Geben und Nehmen ein Gleichgewicht bestehen. Jedoch ein dynamisches, wo keiner darüber nachdenken muss, ob der Partner jetzt eh genug gegeben hat.

Noch ein Gedanke zur Selbstverständlichkeit:

Gerade in langen Beziehungen wird alles als selbstverständlich angesehen. Während es zu Anfang noch eine romantische Geste war, wo man sich darüber freute, ist es nach ein paar Jahren selbstverständlich geworden.

Ein Danke kommt dann oft nicht mehr vor. Grundsätzlich ist nichts, was der Partner für dich tut selbstverständlich. Lasse auch diese Dankbarkeit wieder in die Beziehung herein.

#11 Den weiteren Weg einschlagen

Eine Beziehung retten ist kein Selbstläufer. Wer eine Krise nach dem 1. Gespräch darüber als beendet abtut, hat nichts verstanden.

Es braucht Zeit, die neuen Prozess und Muster zu etablieren und es braucht Zeit zu neuer Tiefe zu finden. Die neue Situation muss sich erst einstellen!

Wie oben beschrieben: Klärende Gespräche sind erst der Anfang beim Beziehung retten.

Um glücklich weitergehen zu können, ist eine gemeinsame Vereinbarung wichtig.

So kann man auch eine Art Probezeit vereinbaren, in der man mal neutral allem gegenübersteht und etwaige Konflikte nicht gleich als Krise sieht.

Als solche Zeitspanne könnten z.B. 4-6 Wochen sein. Während dieser Zeit werden neue Prozesse etabliert.

Muster brauchen Zeit, bis sie sich geändert haben. Darum auch die lange Zeitspanne.

Und deswegen auch nicht gleich böse sein, wenn es nach den ersten 1-2 Wochen noch nicht so gut läuft. Gib dem Prozess die Zeit, die er braucht.

Als Werkzeug, um diesen Prozess zu begleiten, bietet sich auch hier das erotische Zwiegespräch an (klicke hier, falls du mehr erfahren möchtest).

#12 Wenn nötig: Konsequenzen ziehen!

Wenn all die Versuche, eine Beziehung zu retten, scheitern, hab den Mut, die Beziehung zu beenden.

Oftmals ist es die Angst vorm Alleine sein, die uns noch in einer Beziehung hält, die uns eigentlich schon lange nicht mehr gut tut.

Jeder hat ein Recht auf eignes Glück. Wenn die Gebende Liebe nur in eine Richtung funktioniert, kann das auch schlecht sein und womöglich nicht auf Dauer funktionieren.

Auch wenn es schwer fällt:

Überlege dir, bis wohin du gehen willst und kannst. Und wenn es für dich nicht mehr geht, dann beende die Beziehung.

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Rückkehr: Die Liebe wieder zurückbringen

Für diese Zeit der Neuorientierung gilt es auch, die Liebe zurückzubringen und zu pflegen.

Man liest ja oft, dass sich die Gefühle für jemanden verabschieden oder dass man den Partner plötzlich nicht mehr liebt.

Das ist Quatsch. Sorry.

Diese Gefühle sind ja nichts, was du ein- und ausschaltest wie eine Deckenbeleuchtung.

Diese Gefühle entstehen durch die Qualität des Miteinanders, das man sich entgegenbringt.

Darum findest du hier gute Tipps, was gute Beziehungen ausmacht und wie in Zukunft die Qualität des Miteinanders hoch gehalten werden kann.

Los geht’s:

Umgang miteinander

  • Bringe dem Partner Wertschätzung entgegen. In einer guten Beziehung kann offen über alles geredet werden, denn im Partner sieht man nicht nur einen Geliebten, sondern auch einen Freund.
  • Gefühle von Eifersucht sind nicht vorhanden, jeder hat auch seine eigene Freiheit, obwohl beide in den wesentlichsten Themen der Beziehung übereinstimmen.
  • Das Geben und Nehmen ist im Gleichklang. Es ist ein bedingungsloses Geben, das sich in einem harmonischen Gleichgewicht befindet.
  • Konflikte werden konstruktiv geführt und man weiß, welche Wünsche, Bedürfnisse, aber auch Ängste und Sorgen der Partner hat.
  • Es wird nichts als selbstverständlich angesehen. Dankbarkeit über die Dinge, die der Partner macht wird ausgedrückt und gelebt.
  • Bonus-Tipp zu Geschenken:
  • Im Internet oder am Weg von der Arbeit heim ist heutzutage schnell mal ein Geschenk gekauft. Nur zeugt das von großem Investment?
  • Ganz sicher nicht.
  • Was ist ein Investment? Zum Beispiel du weißt, dass dein Partner immer schon mal XY machen wollte und du das nun ermöglichst.
  • Oder schenke Zeit, den Zeit ist das Einzige, von dem wir alle nur begrenzt haben. Schenke dich her und mache etwas, das für deinen Partner total wichtig ist. Und tu dies dann nicht widerwillig, sondern aus einem Gedanken bedingungslosen Gebens heraus.


Eine gemeinsame Beziehungsvision erarbeiten

Viele sind einfach in einer Beziehung und wissen eigentlich gar nicht warum.

Nur weil man nicht allein sein will? Nur weil man jemanden hat, mit dem man regelmäßig Sex haben kann?

Ein gesundes Fundament einer Beziehung ist eine gemeinsame Vision.

Das heißt jetzt nicht, dass man nur noch gleiche Dinge im Leben machen soll. Ganz im Gegenteil.

Es heißt, für den Raum der Beziehung eine gemeinsame Vision zu schaffen. Ob das nun der gemeinsame Traum ist, aufs Land zu ziehen oder alle Geheimnisse des Tantras zu erforschen.

Egal!

Daneben kann natürlich jeder noch seine eigenen Visionen verfolgen und seine eigenen Hobbies ausleben. Und die Beziehungs-Vision kann sich natürlich auch ändern.

Doch sie gibt eine Richtung und verfestigt jenen Raum, jenes Miteinander, das durch das MITeinander einer Beziehung aufgebaut wird.

PS: Eine exzellente Methode, die Beziehungsvision regelmäßig zu reflektieren ist das erotische Zwiegespräch :-)!

weiterer-weg

Dein weiterer Weg

Nach all dieser Lektüre ist es nun an dir, den Schritt zu gehen, um deine Beziehung zu retten.

Sei dir nochmals bewusst, dass dieser Artikel keine Garantie geben kann, dass dein Rettungsversuch erfolgreich ist.

Jeder, der dir das verspricht, ist schlicht unseriös.

Mit diesem Ratgeber kannst du aber die Chancen auf Erfolg erhöhen, um dein Liebesglück wieder zurückzubringen.

Wenn du eine persönliche Frage hast, kannst du gerne eine E-Mail an uns schreiben oder hinterlasse unten einen Kommentar! Oder Teile diesen Link, falls die ELMAR-Methode für jemand anderes hilfreich sein könnte!

Ich wünsche dir alles Gute und Liebe!

Stephan


Quellen

http://www.elbsenf.de/ehe-beziehung-retten.htm
https://www.kikidan.com/news/beziehung-retten-beziehungstipps.html
http://www.liebeskummer.org/liebeskummer-phasen/beziehung_retten/
https://www.sozialdynamik.at/coaching/liebe-partnerschaft/beziehung-retten-top-tipps-um-eine-beziehung-retten-zu-konnen
https://www.woman.at/a/beziehung-retten
http://www.t-online.de/leben/liebe/id_64976898/beziehung-mit-diesen-10-fragen-retten-sie-ihre-liebe-.html
http://www.beraterteam.info/beziehung-retten/beziehung-am-ende-oder-beziehungskrise-uberwinden/
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/beziehung-retten-ia.html
http://www.beziehung-retten.info/
http://www.beraterteam.info/ex-zurueckgewinnen/was-eine-beziehung-stabilisiert/
http://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/beziehung/beziehungstipps-55-tipps-die-vielleicht-ihre-beziehung-retten

2 Comments

  1. Uwe Hampel sagt:

    Der erste Schritt, um eine Beziehung retten zu können, ist die Bewusstmachung der eigenen Bedürfnisse. Denn nur, wenn Sie diese auch selbst kennen und es Ihnen gelingt, sie in Worte zu fassen, kann Ihr Partner darauf eingehen.

    • Stephan Stephan sagt:

      Ganz genau, da stimme ich überein. Wer die eigenen Bedürfnisse kennt und auch dem Partner sagt, ist auf einem guten Weg. Genau das wird in der ELMAR-Methode beim „Lokalisieren“ bzw. der „Aktivität“ angesprochen. Die eigenen Bedürfnisse herausfinden und anschließend friedvoll dem Partner mitteilen. Sodass daraus die Rettung der Beziehung aufgebaut und auf ein sicheres Fundament gestellt werden kann.

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