Was du tun kannst, wenn dein Schatz ständig eifersüchtig ist [6 praxiserprobte Tipps]

Ist dein Schatz auch ständig eifersüchtig?

Denn nichts ist schlimmer, wenn man ständig auf der Anklagebank ist.

Wenn’s dir grad so geht, dann sind diese Tipps genau richtig für dich.

Lies jetzt weiter!

Etwas Wichtiges vorweg

Halte dir bitte immer vor Augen, dass dein Schatz nicht aus bösem Willen eifersüchtig ist.

Auch wenn die Eifersucht in deiner Welt völlig unbegründet ist – für deinen Schatz ist das ein nagendes Gefühl, das sehr oft aus Verlusterfahrungen in der Kindheit resultiert.

Das ist also nichts, was man aus Jux und Tollerei macht, sondern das sind tief verankerte Gefühle, die in gewissen Situationen hochkommen.

Deswegen ist es wichtig, dass du auch richtig reagierst, wenn die Eifersucht mal wieder hochzukommen droht.

Denn in diesen Momenten bist vermutlich du der/die Einzige mit klaren Gedanken im Kopf :-).
(vorausgesetzt, du weißt, was du tun sollst…)

Tipp #1: Dein Schatz ist eifersüchtig? Dann frag dich mal, ob nicht auch du dazu beiträgst!

Du hast es befürchtet, oder ;-)?

In allen Coachings ist das immer der erste Schritt:

Wenn der Partner eifersüchtig ist, dann schließen wir zuerst immer aus, ob nicht vielleicht du auch zur Eifersucht beiträgst.

Denn Eifersucht ist gemäß Wikipedia jene schmerzhafte Emotion, wenn man der Auffassung ist, eine Zuneigung/Liebe vom Partner nur unzureichend zu bekommen und irgendjemand Drittes diese Zuneigung stattdessen bekommt.

Weißt du, in den meisten Beziehungen schleicht sich irgendwann eine Alltagsroutine ein.

Dann ist die Beziehung schon so etwas Gewohntes und Selbstverständliches, dass man leicht drauf vergisst.

Und dann beginnt in der Arbeit vielleicht dieser neue Kollege (oder Kollegin)…

Und schwupp zeigst du diese Zuneigung dann nicht mehr deinem Schatz, sondern dem neuen Kollegen.

Frag dich also mal, ob du nicht etwas getan hast, was deinen Schatz verletzt haben könnte.

Hast du die Liebe genug gezeigt?

Oft lässt sich die Eifersucht des Partners leicht entschärfen, wenn du ihm/ihr einfach wieder deine Gefühle zeigst.

Zeig, dass du Zuneigung und Liebe empfindest.

Zeig, dass deine ungeteilte Aufmerksamkeit deinem Schatz gehört.

Du kannst das beispielsweise so ansprechen:

„Ich hab das Gefühl, dass du in letzter Zeit etwas eifersüchtig reagierst. Da war ich sicher auch mit Schuld dran, denn ich habe unsere Beziehung in letzter Zeit ziemlich vernachlässigt und mich öfters mit den Kollegen aus der Arbeit getroffen. Das tut mir leid.“

Und dann schlägst du irgendeine gemeinsame Aktivität vor, beispielsweise eine Date Night.

Tipp #2: Was immer hilft: (Richtig) miteinander reden!

Ich hatte es oben schon angesprochen:

Vermutlich liegts an dir, einen kühlen Kopf zu bewahren.

Denn vielleicht hat auch dein Schatz nicht viel Übung darin, über die Eifersucht zu sprechen – bis es dann irgendwann herausbricht.

Wenn dir also wieder mal die Anschuldigungen um die Ohren gehauen werde, dann steig da nicht drauf ein, sondern bleib mal ruhig.

Erkläre deinem Schatz, dass da nichts dran ist.

Was, wenn sich dein Schatz in Rage redet?

Dagegen ist kein Kraut gewachsen.

Bitte nochmal:

Wenn sich dein Schatz in Rage geredet hat, dann ist das wie ein Rausch. Da kann man nicht mehr klar denken.

Wenn dein Schatz also für deine Argumente zugänglich ist und du es nicht schaffst, die Situation zu deeskalieren, dann hilft nur der Rückzug.

Und zwar kein Rückzug mit der Taktik der verbrannten Erde, sondern ein geordneter Rückzug.

Heißt konkret:

Vermeide bitte unbedingt auch in diesem Fall die Anschuldigungen und verlasse die Situation.
(das nennt man auch einen Separator – dadurch bringt man etwas Distanz rein)

Das ist jedoch oft nicht so einfach, denn das provoziert oft Reaktionen wie: „Wehe, du gehst jetzt einfach…“

Dann kannst du beispielsweise sagen:

Ich weiß, du bist grad wütend. Ich hab dich wirklich sehr lieb, aber ich denke, im Moment machen wir es nur noch schlimmer, wenn wir weiterreden. Ich würd also vorschlagen, wir kühlen uns mal ab – ich werd einen kurzen Spaziergang machen – und treffen uns in 1 Stunde wieder genau hier.“

Und dann gehst du.

OHNE wütende Gegenreaktionen.

Und nach diesen einen Stunde kommt ihr wieder zusammen und redet drüber.

So einfach ist das.

Tipp #3: Achtung! Lass nicht alles mit dir machen

Der Umgang mit einem „Eifersüchtler“ ist immer eine Gratwanderung.

Menschen, bei denen hinter der Eifersucht Verlustangst oder andere Verlusterfahrungen stehen, brauchen ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und Zuwendung.

Und solange es sich für dich gut anfühlt, darfst du auch Aufmerksamkeit und Zuwendung geben.

Spür jedoch immer wieder in dich hinein, ob es dir dabei noch gut geht.

Warum ist das wichtig?

Eifersüchtler werden nur sehr schwer genug kriegen.

Wenn du Zugeständnisse machst, dich beispielsweise weniger mit Kumpels triffst, dann wird irgendwann vielleicht auch das Zuviel sein und dein Schatz wird wiederum mehr Zuwendung einfordern.

Lass dich darum nicht in den Dingen einschränken, die dir wichtig sind und gut tun. Und verbiege dich nicht, nur damit es kein Drama mehr wegen der Eifersucht gibt.

Sag also nicht: „Ja, natürlich ändere ich mich für dich!“, denn das würde nur noch zu mehr Forderungen führen.

Du musst auch zu deinen Grenzen stehen. Wenn du nicht standhaft bleibst, gibst du dem Eifersüchtler und seinen Forderungen immer mehr Raum.

Also:

Bleib dir selbst treu, mach Zugeständnisse, wenn es sich für dich gut anfühlt, aber beginne nicht, dich ständig zu verbiegen!

Tipp #4: Vermeide Heimlichtuerei [ganz wichtig!]

Eifersucht entsteht im Kopf von deinem Schatz. Eifersucht ist also ein unbewusster Prozess, der ausschließlich in den Gedanken und potentiell möglichen Szenarien entsteht.

Heißt ganz salopp formuliert:

Dein Schatz interpretiert in deine Handlung verhältnismäßig viel rein.

Beispiel:

Du kommst etwas später heim, als du gesagt hast.
(aus welchem Grund auch immer: Verkehr, Bus verpasst, war noch lustig mit den Kollegen, …)

Im Kopf von deinem Schatz schaut das dann so aus:

„Oh Gott, er/sie kommt nicht heim. Was bedeutet das bloß? Vielleicht mag er/sie mich nicht mehr? Oder ist da jemand anderes? Das könnte es schon sein…“

Darum ist eine ganz wichtige Sache:

TRANSPARENZ!

„Wenn ich nix sage, dann gibt’s auch keinen Stress…“

Der Mensch ist ein Vermeidungswesen.

Das bedeutet:

Menschen vermeiden gern Dinge, die unangenehm sind.
(ist ein evolutionär bedingter Überlebensmechanismus)

Wenn du also schon weißt, dass es wegen bestimmter Dinge immer Drama gibt, dann hat man oft die Idee, einfach etwas zu schwindeln und nur jene Dinge zu sagen, wo’s aller Voraussicht keinen Stress gibt.

Wenn es also der wöchentliche Stammtisch ist oder die spätabendliche Projektbesprechung mit der Arbeitskollegen…

Daraus werden dann schnell mal Überstunden oder ein Gespräch mit den Eltern.

Doch ACHTUNG!

Grundsätzlich kannst du dir sicher sein:

Der Eifersüchtler kriegt es raus, wenn er/sie will!

Und was noch schwerer wiegt:

Du bestätigst damit indirekt die Gedanken des Eifersüchtlers, dass er/sie zurecht eifersüchtig ist!

Tipp #5: Mach die Gespenster in der Beziehung transparent

„Gespenster“ in Beziehungen sind Dinge oder Situationen, wo man dem Partner etwas verheimlicht oder etwas nicht aktiv anspricht, beispielsweise wenn man einfach nicht drüber reden will.

Ich geb dir ein Beispiel.

Nehmen wir Eva und Sascha. Beide sind seit 1 Jahr ein Paar, wohnen aber nicht zusammen.

Sascha ist letztens zu seiner Ex gefahren, weil diese eine Spinne in der Wohnung hatte.

Letztens ist Sascha aber nicht zu Eva gekommen, als sie eine Maus in der Wohnung hatte.

Ein paar Tage später sind Eva und Sascha dann im Zug gefahren und Sascha hat die Geschwister von seiner Ex entdeckt.

Daraufhin hat er sich am Klo versteckt, damit ihn diese nicht erkennen.

„Warum hast du dich versteckt? Da ist eh nichts mehr zwischen dir und deiner Ex!“, hat Eva ihn dann gefragt.

Was natürlich blöd war, denn Sasche hatte noch viel Kontakt mit seiner Ex.

Nur hatte er das Eva gegenüber nie angesprochen.

Und genau in diesem Moment beginnt bei Eva das Eifersuchts-Teufelchen zu wüten.

Was also tun?

Um Evas Eifersuchts-Teufelchen in Zaum zu halten, hätte er nicht viel machen müssen.

Es hätte schon gereicht, wenn er gesagt hätte:

„Du Eva, ich liebe dir wirklich. Ich hab hin und wieder zu meiner Ex noch Kontakt, weil wir uns gut verstehen. Aber da ist wirklich nichts zwischen uns. Du bist die Frau, mit der ich zusammen bin und mit der ich mein Leben verbringe.“

Auf diese Weise wäre alles transparent angesprochen und Eva hätte viel weniger Grund, eifersüchtig zu sein.

Tipp #6: Wenn dir die Eifersucht zu viel wird

Wenn dein Schatz zu viel Eifersucht zeigt, dann kann das irgendwann auch für dich richtig anstrengend sein.

Denn wer sitzt schon gern ständig auf der Anklagebank und wird ständig mit Vorwürfen und Anschuldigungen konfrontiert.

Ich nicht, du nicht, niemand hat das gern.

Denn in manchen Fällen ist es so, dass du noch so oft deine Unschuld beteuern und sagen kannst, dass alles gut ist – dein eifersüchtiger Partner wird dir nicht glauben!

Wenn du beginnst unter der Eifersucht von deinem Schatz zu leiden, dann empfehle ich folgende Vorgehensweise.

#1 Sprich mit deinem Schatz drüber, dass du unter der Eifersucht leidest

Wenn du alles nur ständig in dich reinfrisst, dann baust du immer mehr Groll in dir auf.

Und irgendwann ist dann die Trennung auch für dich die einzige Lösung, obwohl man die Beziehung vielleicht noch hätte retten können.

Du kannst beispielsweise sagen:

„Ich liebe dich und sage und beweise dir täglich, dass das das so ist. Mehr als das kann ich nicht tun. Ich leide wirklich darunter, wenn du mir ständig Vorwürfe machst.“

Oftmals reicht es schon aus, wenn du die Dinge so klar beim Namen nennst. Das wirkt beim anderen oft wie ein Weckruf, dass da a bissl was im Argen liegt.

Wenn du da aber auf Granit beißt, dann gehe weiter zum nächsten Schritt:

#2 Deinem Schatz nahelegen, etwas dagegen zu tun

Wenn dein Schatz hier zu keiner Einsicht kommt, dann musst du die nächste Eskalationsstufe aktiveren.

Und die heißt:

Entweder du tust was gegen deine Eifersucht oder ich mache Schluss.“

Das ist ein schwerwiegender Schritt, deswegen empfehle ich dir, dass du dir das wirklich gut überlegst, ob du diesen Schritt wirklich gehen willst.

Denn da gibt’s kein Zurück mehr.

Wenn du also stark unter der Eifersucht von deinem Schatz leidest, dann kann die Beziehung dieser Form keine Zukunft haben.
(weil du dann übermäßig darunter leiden wirst)

Du kannst deinen Schatz beispielsweise einen Eifersuchts-Ratgeber oder ein persönliches Coaching nahelegen.

So etwas anzusprechen kann oft tricky sein. Lena unterstützt dich gern persönlich dabei – klicke einfach hier, um mit ihr persönlich zu sprechen!

#3 Im schlimmsten Fall: Konsequenzen ziehen

Du kannst deinen Schatz nicht dazu zwingen sich zu ändern.

Wenn er/sie das nicht tut, dann musst du für dich entscheiden, ob du so weitermachen magst oder nicht.

So schwer es ist, du hast 2 Optionen:

  1. Weitermachen wie bisher. Mit dem Unterschied, dass du leiden wirst und dein Schatz sich nicht ändern wird.
  2. Dich trennen.

Und wenn du nicht magst, dass es so weitergeht wie bisher, dann hast du (leider) nur noch Option #2.

Bitte überhaste jedoch diesen Schritt nicht.

Falls du für dich die Entscheidung getroffen hast, dann kannst du hier nachlesen, wie eine Trennung ohne Drama gelingen kann.

Jetzt bist du dran!

So, das war’s dann schon wieder für heute!

Danke, dass du bis jetzt drangeblieben bist. Und ich hoffe, dass für dich auch der ein oder andere Aha-Moment dabei war.

Schau unbedingt auch auf unserem YouTube-Kanal vorbei, dort gibt’s regelmäßig Videos und Strategien, wenn’s mal in deiner Beziehung etwas eckt und nicht rund läuft.

Schau dir hier unseren YouTube-Kanal an!

Dann wünsche ich dir noch alles Gute und viel Spaß bei weiteren Inhalten von szenario-zwei.

Alles Liebe,

Stephan

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