Beziehung retten, aber wie? Mit der ELMAR-Methode zurück zum Liebesglück [5-Schritte-Strategie]

Beziehung retten mit der ELMAR-MethodeKonfuzius hat gesagt:

Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern.

Oder anders gesagt:

Man soll die Fliege auf seines Freundes Kopf nicht mit einer Axt erschlagen.

Beziehung retten ist keine Hollodrio-Aktion à la „Jetzt mach ich alles anders, dann liebt mich mein Schatz wieder!“

Denn es braucht oft nur ein paar Kleinigkeiten, die man ändern muss, um das große Vorhaben (= Beziehung retten) zu schaffen.

Wie du an diesen kleinen Rädchen drehst und damit deine Beziehung wieder zu Harmonie und Liebe führst, zeigt dir die ELMAR-Methode.

Also los geht’s!

ELMAR-Methode: Die 5 Schritte im Überblick, wie du deine Beziehung retten kannst

Schauen wir uns also zunächst die 5 Schritte im Überblick an.
(klicke auf die jeweiligen Bilder, um direkt zu diesem Schritt zu springen)

Gibt es bereits eine Krise oder entsteht sie erst?

Beziehungskrisen entstehen nicht von heute auf morgen. Im ersten Schritt erfährst du ganz genau, wie du erkennst, ob bei dir eine Krise droht!

Denn oft kann man Krisen schon relativ früh entschärfen, sodass sie nicht irgendwann die Beziehung bedrohen.

Mehr dazu: Erkennen: Wie du erste Anzeichen einer Krise richtig deutest

In welchem Bereich der Beziehung tritt die Krise auf?

Im zweiten Schritt zeige ich dir, wie du die Problemzonen und Krisenherde in der Beziehung findest oder lokalisierst.

In den meisten Fällen reichen nämlich schon ein paar kleine Änderungen aus und die Beziehung kann easy gerettet werden.

Doch damit man diese Änderungen vornehmen kann, muss man mal wissen, was grad die Beziehungskrise auslöst!

Mehr dazu: Lokalisieren: Wie du Problemzonen in der Beziehung messerscharf findest

Kann man die Beziehung noch retten und die Krise überwinden?

Der dritte Schritt ist nur ganz kurz.

Da schauen wir uns an, ob die Beziehung eine Chance hat, gerettet zu werden.

(Spoiler: Das ist in den allermeisten Fällen möglich!)

Mehr dazu: Möglichkeit: Kannst du überhaupt deine Beziehung retten oder sollst du doch Schluss machen?

Wie kann die Beziehung gerettet und die Krise überwunden werden?

Wir kommen zum „Kernstück“ der ELMAR-Methode:

Insgesamt haben wir für dich 12 Strategien aufgelistet, wie du das Ruder herumreißen und deine Beziehung retten kannst!

Also spring gleich dorthin: Aktivität: 12 simple Schritte, wie du deine Beziehung retten kannst

Wie kannst du künftige Krisen vermeiden?

Oft denkt man sich:

„Beziehung retten – mission accomplished! Alles ist wieder gut!“

Da sage ich:

FALSCH!

Nur weil eine Krise überstanden ist, heißt das nicht, dass das in Zukunft nicht wieder passieren kann.

Damit das nicht passiert, zeige ich dir im letzten Schritt der ELMAR-Methode, wie die Liebe auch da bleibt, wo sie hinsoll:

Nämlich in eure Beziehung!

Mehr dazu: Rückkehr: Wie die Liebe auch dableibt

Erkennen: Wie du erste Anzeichen einer Krise richtig deutest

Im ersten Schritt der ELMAR-Methode geht es darum, Auslöser einer Krise frühzeitig zu erkennen.

Glücklicherweise gibt es ein paar Indizien, die uns sagen, dass wir auf eine Krise zusteuern…

… eine Krise, die schnell zu einer ernsten Gefahr für jede Beziehung werden kann.

(Wenn du bereits Probleme hast und deine Beziehung retten möchtest, gehe gleich zum nächsten Schritt der ELMAR-Methode.)

Hier zeige ich dir, wie du die ersten Anzeichen einer Krise richtig deutest.

Krisen in der Beziehung entwickeln sich

Trennungsgründe in Beziehungen sind oftmals nicht 1 spezielles Ereignis (Seitensprünge mal ausgenommen). Krisen bahnen sich über längere Zeit an.

Stell dir vor, in einen Eimer tropft ständig etwas Wasser. Anfangs ist der Eimer leer, das bisschen Wasser ist nicht der Rede wert.

Doch mit der Zeit wird der Eimer immer voller, bis das Wasser schließlich die Oberkante erreicht.

Das ist dann der Zeitpunkt, wo eine kleine Streiterei ausreicht, um eine schlimme Beziehungskrise auszulösen.

Tipp: Wenn also etwas nicht passt, dann ignoriere das nicht ewig, sondern reflektiere öfters die derzeitige Situation in deiner Beziehung.

Welche Veränderungen passieren gerade? In welche Richtung entwickelst du dich? In welche dein Schatz?

Wer diese frühen Anzeichen ignoriert, landet womöglich schneller im Scherbenhaufen, als einem lieb ist, weil Beziehugnskrisen oft eine sehr zerstörerische Eigendynamik entwickeln.

Und dann ist das Beziehung retten womöglich irgendwann nicht nur schwer, sondern in vielen Fällen gar nicht mehr möglich.

Höre auf dein Bauchgefühl

Wir alle sind mit einem unglaublich präzisen Radar ausgestattet, was zwischenmenschliche Beziehungen angeht:

Unserem Bauchgefühl.

Wir können erkennen, wenn ein Mensch glücklich ist und wenn ihn etwas bedrückt oder er sich Sorgen macht.

Und dieses Radar springt auch an, wenn etwas in einer Beziehung nicht passt.

Male dir natürlich nicht gleich bei jeder Kleinigkeit das Drama aus. Wenn du dieses Gefühl aber über längere Zeit andauernd hast, dann gehe ihm nach.

Je früher potentielle Krisen entschärft werden können, desto besser stehen die Chancen fürs Beziehung retten und desto besser kann die ELMAR-Methode ihre volle Wirkung entfalten.
(oh yeah, Beziehungsglück!)

Wo tritt die Krise in deiner Beziehung auf?

Es gibt 3 Komponenten, wo eine Krise auftreten kann:

  • zwischen den beiden Partnern A und B (persönlicher Bereich)
  • wenn die Kommunikation nicht mehr funktioniert (kommunikativer Bereich)
  • wenn der Umgang miteinander in eine negative Richtung abgleitet (Beziehungs-Bereich)

Lass mich das in einem Bild veranschaulichen:

Der persönliche Bereich meint das klassische „Wir haben uns auseinander gelebt…“. Das passiert dann, wenn man nicht miteinander in der Beziehung ist, sondern nur nebeneinander.

Also wenn jeder nur noch auf sich schaut und nicht mehr auf den anderen.

Der kommunikative Bereich meint, dass eine konstruktive Gesprächsbasis fehlt. Jede Aussage des/der Partner:in wird als Kritik aufgefasst, es kommt ständig zum Streit.

Der Beziehungs-Bereich meint den Umgang miteinander.

Zum Beispiel:

Wenn der/die Partner:in heimkommt und man selbst findet es nicht der Mühe wert, aufzustehen und den Schatz ordentlich zu begrüßen.

Man gleitet sozusagen in Gleichgültigkeit ab.

Das muss jetzt nicht mal so drastisch sein, wie eben beschrieben. Vielfach hört man: „… und plötzlich war er/sie nicht mehr da.“ 

Wer sich nicht um den anderen bemüht, und zwar jeden Tag, beschwört auch Probleme im Beziehungs-Bereich herauf!

Lokalisieren: Wie du Problemzonen in der Beziehung messerscharf findest

Eine Beziehung zu retten ist kein Selbstläufer, sondern braucht einen Game-Plan.

Sorry:

Den einen magischen Satz, den du nur sagen brauchst und die Beziehung ist auf wundersame Weise wieder supertoll, gibt’s leider nicht.

Gehe also einen Schritt tiefer und frage dich:

Wo liegt die Ursache für die Krise?

Wenn du die nicht kennst, ist das Beziehung retten wie das Fischen im Trüben.

In diesem Abschnitt zeige ich dir, wie du mit 3 einfachen Fragen die Problemzonen erspähst und damit den nächsten Schritt zur Rettung deiner Beziehung mit der ELMAR-Methode gehst.

Klingt interessant?

Ist es auch :-)!

Los geht’s mit Frage #1:

Wo liegt die Unzufriedenheit? Was passt nicht? Was willst du, dass sich ändert? Was sind deine Bedürfnisse und Wünsche? Was stört dich?

Beispiele:

  • Wir schlafen kaum mehr miteinander und tauschen keine Zärtlichkeiten mehr aus.
  • Mein:e Partner:in und ich arbeiten so viel, sodass wir uns fast nie sehen.

Weiter geht’s mit Frage #2:

Leidet ihr beide unter der obigen Situation? Oder nur du bzw. dein Schatz?

Beispiele:

  • Ich leide darunter, während es für meine:n Partner:in kein Problem darstellt.
  • Wir leiden beide darunter, dass wir uns so selten sehen.

Und schließlich Frage #3:

Wenn du es dir aussuchen könntest, wie schaut der der Idealzustand deiner Beziehung aus? Was müsste sein, damit das obige Problem keines mehr wäre?

Male dir den Wunschzustand aus!

WICHTIG:

Sei spezifisch! Versuche so gut es geht, deinen Idealzustand konkret zu beschreiben.

Beispiele:

  • Wir würden 5x in der Woche leidenschaftlichen Sex haben oder ausgiebig kuscheln.
  • Wir würden uns unter der Woche 2x am Abend Zeit nehmen und bewusst zu zweit Zeit verbringen.

Die Antworten zu diesen 3 Fragen sind die Basis für Schritt #4 in der ELMAR-Methode.

Mehr dazu: Aktivität: 12 Schritte, wie du deine Beziehung retten kannst

Bevor es soweit ist, gehen wir noch kurz die gröbsten Voraussetzungen durch, wann man eine Beziehung noch retten kann.

Möglichkeit: Kannst du überhaupt deine Beziehung retten oder solltest du doch Schluss machen?

Natürlich gibt es Krisen, die man nicht mehr lösen kann. Vielleicht sind die Gräben einfach schon zu tief, nach unzähligen Boshaftigkeiten, die man sich an den Kopf geworfen hat.

Oder wenn man die ersten Anzeichen (siehe oben) allzu lange ignoriert hat.

Die gute Nachricht:

Die wenigsten Beziehungen sind von vornherein verloren. Es besteht in vielen Fällen eine sehr gute Chance, dass man die Beziehung retten kann!

Beziehung retten: Hast du noch eine Chance?

Es gibt Indizien, anhand derer man die Chance auf Erfolg zumindest abschätzen kann.

Darüber hinaus findest du in diesem Artikel von uns Anregungen, wann es besser sein könnte, vielleicht doch Schluss zu machen.

Es müssen natürlich nicht alle Indizien zu 100% zutreffen – höre hier auch auf dein Bauchgefühl, welche Bereiche für dich am wichtigsten sind.

Wenn du jedoch merkst, dass du in nahezu allen unteren Punkten keine gemeinsame Linie mehr hast mit deinem:r Partner:in, dann könnte das Retten deiner Beziehung sehr schwer werden.
(Aber nicht unmöglich! In solchen verzwickten Fällen könnte auch unser E-Mail-Coaching-Angebot für dich interessant sein. Klicke hier!)

Damit man die eigene Beziehung retten kann, sollten zumindest die folgenden Punkte zutreffen:

  • Du glaubst an die Liebe zwischen dir und deinem Schatz. Mehr Informationen darüber, was Liebe eigentlich ist, kannst du in diesem interessanten Artikel nachlesen.
  • Ihr könnte noch miteinander reden und es kommt nicht praktisch bei jedem Gespräch gleich zum Streit.
  • Ihr verbringt auch noch schöne gemeinsame Momente.
  • Ihr stimmt grundsätzlich in den wichtigen Dingen des Lebens überein, was Lebensplanung, Lebensmittelpunkt, Kinder etc. anbelangt.
  • Eure jeweiligen persönlichen Ziele schließen sich nicht aus, sondern sind mit den gemeinsamen Beziehungszielen vereinbar.

Auf alles vorbereitet sein

Ich möchte hier auch nochmals betonen:

Es gibt natürlich keine Garantie, dass man eine Beziehung retten kann.

Es kann auch sein, dass ihr beide einvernehmlich dazu kommt, die Beziehung zu beenden.

Also:

Gehe mit allem, was du zu geben bereit bist, in den Rettungsversuch. Sei dir aber VON VORNHEREIN bewusst, dass es keine Erfolgsgarantie gibt!

So, jetzt geht’s ans Eingemachte:

Aktivität: 12 Schritte, wie du deine Beziehung retten kannst

Du willst deine Beziehung retten, aber wie gehst du am besten vor?

In diesem Abschnitt der ELMAR-Methode lernst du einfache Strategien, wie dir das gelingen kann.

Viel Erfolg!

#1 Sofort handeln!

In kriselnden Beziehungen hört man oft:

„Wird schon werden.“ oder: „Ist nur eine Phase.“

Hast du die ersten Anzeichen entdeckt (mehr dazu weiter oben beim Erkennen der Krise) und dein Bauchgefühl sagt, dass es ernster werden könnte, so handle sofort.

Das gilt auch, wenn es schon Probleme gibt.

Wer da nichts tut, lässt diesen Graben, der sich da auftut, unaufhaltsam wachsen, bis schließlich nichts Verbindendes mehr da ist.

Wenn du willst, dass sich etwas verändert, dann hoffe nicht darauf, dass sich alles schon wieder normalisieren wird. Das tut es nämlich oft nicht.

Handle stattdessen!

Ergreife die Initiative und warte nicht, dass  der/die Partner:in merkt, dass es dir etwas fehlt. Sprich die Dinge an, nenne sie beim Namen.

Wie das alles funktioniert, kommt gleich.

Vorerst geht es mal darum, dich in einen handlungsfähigen Zustand zu versetzen, der dich bereit macht, die nötigen Dinge ins Rollen zu bringen.

#2 Entscheide dich bewusst, die Beziehung retten zu wollen!

BEVOR es zu den ersten Gesprächen kommt, braucht es eine bewusste Entscheidung, eine Beziehung retten zu wollen und zwar mit allem, was du hast.

Denn weniger hat ein solches Unterfangen nicht verdient.

Wenn du nicht bereit bist, alles zu geben, denk mal darüber nach, was diese Beziehung für dich bedeutet.

Wenn du dann merkst: „Wow, eigentlich extrem viel!“, so hast du auch die Motivation, alles zu geben und du wirst auch alles geben.

#3 Niemand ist Schuld

Für Krisen braucht es im Allgemeinen einen Schuldigen. So auch, wenn die Beziehung auf der Kippe steht.

Auch solche Gedanken lassen die Gräben nur noch tiefer werden und führen nicht zu einer Rettung.

Auf diese Weise bleibt das Drama das Gleiche und die Möglichkeiten zum Beziehung retten werden im Keim erstickt.

Wichtig ist, keinen Schuldigen zu suchen für die derzeitige Krise, weder bei dir selbst noch bei deinem Schatz.

Jetzt geht es ums HANDELN. Dazu gehört NICHT, die Schuldfrage zu klären.

#4 Beginne bei dir selbst: Was bist du bereit aufzugeben?

Denke daran:

Die einzige Person, die du mit Sicherheit in einer Beziehung ändern kannst, bist du selbst!

Nimm dir die Antwort auf Frage #2 her (siehe Lokalisieren):

Frage #2: Für wen ist es ein Thema?

Es kann sein, dass DU dich ändern musst (und nicht der/die Partner:in!), wenn es nur für dich ein Problem ist.

Und es kann (und womöglich wird) die Situation kommen, wo man unangenehme Dinge ansprechen muss und vielleicht auch über den eigenen Schatten springen muss.

Sei dir jetzt im Klaren und höre in dich hinein, ob du dafür bereit bist. Wenn nicht, gehe zurück zu Schritt #2 und überlege, ob du die Motivation zum Beziehung retten überhaupt hast.

Die Frage ist also: Was bist du bereit zu geben und zu tun?

Bist du bereit, dich zu ändern, damit es für die Beziehung wieder passt?

Ein Beispiel: Wenn es dich krankhaft eifersüchtig macht, wenn dein:e Partner:in mit seinen/ihren Freunden umherzieht, dann ist es in erster Linie deine Sache, mit deiner Eifersucht umzugehen.

Es ist nicht die Aufgabe deines:r Partner:in deswegen die Freunde zu verzichten.

Er/sie KANN dir zuliebe darauf verzichten (siehe auch Strategie #10), doch wenn Freunde für ihn sehr wichtig sind, dann ist das Verzichten darauf so, als würdest du ihm einen wichtigen Teil aus seiner/ihrer Welt reißen…

#5 Akzeptieren, dass jeder in seiner eigenen Welt lebt

Vielleicht hast du schon einen der Ratgeber gelesen, warum Männer und Frauen unterschiedlich sind.

Auch wenn da viel populärwissenschaftlicher Quatsch drinnen steht, diese Ratgeber verdeutlichen eines jedoch sehr richtig:

Wir leben alle in unserer eigenen Welt – es ist fast wie beim Film, dass wir gemäß eines Lebensdrehbuches leben.

Dort hinein schreiben wir seit unserer Geburt (damals war es noch relativ leer). Es steht drinnen, was für uns wichtig ist, was uns gefällt und welche Bedürfnisse wir haben.

Das Problem jetzt:

Bei deinem:r Partner:in steht da vielleicht etwas ganz anderes zu diesem Thema drinnen. Dann sind Konflikte vorprogrammiert. Streit passiert.

Beispiel: Zahnpastatube

Wenn in deinem Lebensdrehbuch steht, dass es egal ist, ob man sie offenlässt oder zumacht, bei deinem:r Partner:in aber drinnensteht, dass sie geschlossen sein MUSS, besteht da ein großes Potential für aufziehende Gewitterwolken und Konflikte.

Will man eine Beziehung retten ist die große Aufgabe der neuerliche Abgleich der eigenen Lebensdrehbücher (siehe das „erotische Zwiegespräch“ weiter unten).

Denn diese verändern sich mit der Zeit. Vor 5 Jahren standen da noch nicht so viele Dinge drin, wie heute.

Und beim Retten einer Beziehung gilt es herauszufinden, wie ähnlich oder unterschiedlich sich diese Lebensdrehbücher sind.

Und wenn sie zu unterschiedlich (geworden) sind, kann eine Rettung vielleicht nicht mehr möglich sein (siehe auch den Abschnitt bei „Möglichkeit“).

#6 Die Krise als Chance sehen

Eine Krise kann eine Chance sein, die eigene Beziehung tiefer und harmonischer werden zu lassen.

Die intensive Beschäftigung mit Wünschen, Plänen und Erwartungen an die Beziehung und an den/die Partner:in kann dazu führen, den/die Partner:in noch tiefer kennenzulernen.

Denn:

Ohne die Krise wäre man vielleicht gar nicht zu diesem Punkt gekommen. Dann stünden nach wie vor Oberflächlichkeiten an der Tagesordnung.

Und plötzlich redet man dann 1x friedlich offen und ehrlich miteinander und es tun sich Universen über das Wesen des Partners auf, wie dieser tickt und was ihm wichtig ist.

Aha-Erlebnisse wie: „Puh, da dachte ich, dass du das ganz anders magst/meinst/wahrnimmst…“ treten dann oft auf.

Eine Beziehung ist ein Prozess, es ist eine Entwicklung. Eine Krise, wenn sie gemeistert wird, kann einen weiteren Wachstumsschub geben.

#7 Rede mit deinem Schatz drüber

Wenn du weißt, was du willst, ist der nächste Schritt, mit dem/der Partner:in darüber zu sprechen. Den beim Beziehung retten kommt der Kommunikation eine sehr wichtige Rolle zu.

Meistens wird in der Zeit, wo die Beziehung schon an der Kippe steht, zum ersten Mal über die jeweiligen Bedürfnisse gesprochen.

Beispiel: Sex

Wenn der Sex schlecht ist und deswegen die Beziehung leidet: Sprich es an. Sag, was du möchtest und höre deine:n Partner:in, was er/sie möchte. Nur wenn beide wissen, was der andere will, kann eine Lösung gefunden werden.

Oder: Wenn Nähe und Freiraum ein Krisenpunkt ist.

Wenn man nie darüber spricht, was jeder will, woher soll man es dann wissen?

Dieser Irrglaube, dass der/die Partner:in ja merken müsse, was man will, ist weit verbreitet.

Nein!

Wenn du etwas möchtest, ist es DEINE Aufgabe, es zu kommunizieren.

Erinnere dich an die Frage #3 beim Lokalisieren:

Frage #3: Wie soll es im Idealzustand sein?

Sei bei Gesprächen zur Rettung der Beziehung lösungsorientiert: Arbeite auf eine gemeinsame Lösung hin, die für beide passt.

Wie du das am besten machst, kommt jetzt dran:

#8 Richtig kommunizieren

Gute und friedvolle Kommunikation, wo offen und ehrlich gesprochen wird, ist das Um und Auf.

Logisch:

Kommunikation mit der Sprache ist die Nr. 1 Möglichkeit, wie du deinem Schatz deine Anliegen mitteilen kannst!

Die Kommunikation der eigenen Bedürfnisse soll daher auf die richtige Weise erfolgen. Friedvoll, offen, konstruktiv und wertschätzend.

Die richtige Kommunikation ist ein so reichhaltiges Thema, das natürlich nicht alles hier abgehandelt werden kann.

Trotzdem findest du ein paar wichtige Methoden, um dein Kommunikationsverhalten merklich zu verbessern.

Ein weiteres sehr effektives Werkzeug ist das erotische Zwiegespräch nach Lukas Möller. Es eignet sich hervorragend, die eigenen Lebensdrehbücher abzugleichen.

Das geht so:

Erotisches Zwiegespräch

  • Man verabredet sich in ungestörter Atmosphäre verbindlich und nimmt sich bewusst Zeit. Also nicht zwischen durch mal schnell machen, sondern wirklich fix in den Terminkalender eintragen.
  • Als Zeitspanne bieten sich 90 min an. Bei Bedarf darf es auch länger sein.
  • Jeder bekommt immer 15 min Zeit. In dieser Zeit schildert man sein Inneres. Nimm dir hier wieder die Antwort her auf die „Frage #3: Wie soll es im Idealzustand sein?“.
  • Spreche nur über die Beziehung und was in dir vorgeht. Für Kritik am Partner ist hier kein Platz. Wenn du sprichst, dann sprich über dich, wie es dir geht und wie du dich fühlst. Verbanne auch Sätze mit „du“ aus dem Gespräch.
  • Gerade bei sensiblen Themen (wie beispielsweise der Sexualität und was jeder mag) braucht es oft Zeit, seine Bedürfnisse und Gefühle zu offenbaren. Hab Mut zur Stille und sprich dann, wenn es dran ist – in deinen 15 min darfst du auch schweigen.

Wie gesagt:

Es geht um den Abgleich der Lebenstagebücher.

#9 Die Beziehung auf die nächste Stufe heben

Nach dem Beziehung retten ist vor dem Beziehung retten?

Nein, das soll natürlich nicht passieren.

Ein Rettungsversuch hat keinen Sinn, wenn die alten Konfliktherde nachher wieder aufreißen.

Darum hebe die Beziehung auf eine neue Stufe.

Dominik Borde schreibt auf seiner Seite von 3 Stufen in Beziehungen, die ich sehr einfach und praktisch finde:

Stufe #1: Egoistische Liebe

Sie funktioniert nach dem Prinzip: „Wenn ich nicht das kriege, was ich möchte, dann schreie ich!“ Sie ist evolutionär für Babys sinnvoll, in einer Partnerschaft ist diese kein gutes Fundament. Jeder handelt aus egoistischer Sichtweise.

Stufe #2: Tauschliebe

„So wie du mir, so ich dir.“ lautet hier das Prinzip. Alles, was gemacht wird, wird im gleichen Ausmaß vergütet.

Stufe #3: Gebende Liebe

Der Königsweg und wohin sich die Beziehung wieder entwickeln sollte. „Ich habe Freude daran, meine:n Partner:in glücklich zu machen.“ Kriselt es in einer Beziehung rangiert man oft auf den ersten beiden Stufen.

Das oben angesprochene Gespräch soll dazu dienen, die Voraussetzungen für die 3. Stufe wieder zu schaffen. Wo beide zusammen wieder mehr sind, als die Summe ihrer Teile. Wo die Beziehung wieder atmen und sich entwickeln kann.

#10 Geben und Nehmen

In einer guten Beziehung ist es nicht ein Geben, um eine Gegenleistung zu erhalten.

Nein, es ist ein Geben, um deinen Schatz und gleichzeitig dich glücklich zu machen. Es ist ein bedingungsloses Geben.

Trotzdem sollte zwischen dem Geben und Nehmen ein Gleichgewicht bestehen. Jedoch ein dynamisches, wo keiner darüber nachdenken muss, ob der/die Partner:in jetzt eh genug gegeben hat.

Aktions-Tipp: Selbstverständlichkeit

Gerade in langen Beziehungen wird alles als selbstverständlich angesehen.

Während es zu Anfang noch eine romantische Geste war, wo man sich darüber freute, ist es nach ein paar Jahren selbstverständlich geworden.

Ein Danke kommt dann oft nicht mehr vor. Grundsätzlich ist nichts, was der/die Partner:in für dich tut selbstverständlich. Lasse auch diese Dankbarkeit wieder in die Beziehung herein.

#11 Den weiteren Weg einschlagen und geduldig sein

Eine Beziehung retten ist kein Selbstläufer. Wer eine Krise nach dem 1. Gespräch darüber als beendet abtut, hat nichts verstanden.

Es braucht Zeit, die neuen Prozess und Muster zu etablieren und es braucht Zeit zu neuer Tiefe zu finden. Die neue Situation muss sich erst einstellen!

Wie oben beschrieben:

Klärende Gespräche sind erst der Anfang.

Um glücklich weitergehen zu können, ist eine gemeinsame Vereinbarung wichtig.

So kann man auch eine Art Probezeit vereinbaren, in der man mal neutral allem gegenübersteht und etwaige Konflikte nicht gleich als Krise sieht.

Als solche Zeitspanne könnten beispielsweise 4 bis 6 Wochen sein. Während dieser Zeit werden neue Prozesse etabliert.

Muster brauchen Zeit, bis sie sich geändert haben. Darum auch die lange Zeitspanne.

Und deswegen auch nicht gleich böse sein, wenn es nach den ersten 1 bis 2 Wochen noch nicht so gut läuft. Gib dem Prozess die Zeit, die er braucht.

Als Werkzeug, um diesen Prozess zu begleiten, bietet sich auch hier das erotische Zwiegespräch an (klicke hier, falls du mehr erfahren möchtest).

#12 Wenn nötig: Konsequenzen ziehen!

Wenn all die Versuche, eine Beziehung zu retten, scheitern, hab den Mut, die Beziehung zu beenden.

Oftmals ist es die Angst vorm Alleine sein, die uns noch in einer Beziehung hält, die uns eigentlich schon lange nicht mehr gut tut.

Jeder hat ein Recht auf eigenes Glück. Wenn die Gebende Liebe nur in eine Richtung funktioniert, kann das auch schlecht sein und womöglich nicht auf Dauer funktionieren.

Auch wenn es schwer fällt:

Überlege dir, bis wohin du gehen willst und kannst. Und wenn es für dich nicht mehr geht, dann beende die Beziehung.

Rückkehr: Wie die Liebe auch dableibt

Für diese Zeit der Neuorientierung gilt es auch, die Liebe zurückzubringen und zu pflegen.

Man liest ja oft, dass sich die Gefühle für jemanden verabschieden oder dass man den/die Partner:in plötzlich nicht mehr liebt.

Das ist Quatsch.

Sorry.

Diese Gefühle sind ja nichts, was du ein- und ausschaltest wie eine Deckenbeleuchtung.

ein Lichtschalter nicht

Diese Gefühle entstehen durch die Qualität des Miteinanders, das man sich entgegenbringt.

Darum findest du hier gute Tipps, was gute Beziehungen ausmacht und wie in Zukunft die Qualität des Miteinanders hoch gehalten werden kann.

Wie die Harmonie in der Beziehung bleibt

Los geht’s:

  • Bringe dem/der Partner:in Wertschätzung entgegen. In einer guten Beziehung kann offen über alles geredet werden, denn im Partner sieht man nicht nur einen Geliebten, sondern auch einen Freund.
  • Gefühle von Eifersucht sind nicht vorhanden, jeder hat auch seine eigene Freiheit, obwohl beide in den wesentlichsten Themen der Beziehung übereinstimmen.
  • Das Geben und Nehmen ist im Gleichklang. Es ist ein bedingungsloses Geben, das sich in einem harmonischen Gleichgewicht befindet.
  • Konflikte werden konstruktiv geführt und man weiß, welche Wünsche, Bedürfnisse, aber auch Ängste und Sorgen der/die Partner:in hat.
  • Es wird nichts als selbstverständlich angesehen. Dankbarkeit über die Dinge, die der/die Partner:in macht wird ausgedrückt und gelebt.
  • Im Internet oder am Weg von der Arbeit heim ist heutzutage schnell mal ein Geschenk gekauft. Nur zeugt das von großem Investment?
  • Ganz sicher nicht.
  • Was ist ein Investment? Zum Beispiel du weißt, dass dein:e Partner:in immer schon mal XY machen wollte und du das nun ermöglichst.
  • Oder schenke Zeit, den Zeit ist das Einzige, von dem wir alle nur begrenzt haben. Schenke dich her und mache etwas, das für deine:n Partner:in total wichtig ist. Und tu dies dann nicht widerwillig, sondern aus einem Gedanken bedingungslosen Gebens heraus.

Mehr dazu findest du auch in unserem Guide über Beziehungstipps.

Eine gemeinsame Beziehungsvision erarbeiten

Viele sind einfach in einer Beziehung und wissen eigentlich gar nicht warum.

Nur weil man nicht allein sein will? Nur weil man jemanden hat, mit dem man regelmäßig Sex haben kann?

Ein gesundes Fundament einer Beziehung ist eine gemeinsame Vision.

Das heißt jetzt nicht, dass man nur noch gleiche Dinge im Leben machen soll. Ganz im Gegenteil.

Es heißt, für den Raum der Beziehung eine gemeinsame Vision zu schaffen. Ob das nun der gemeinsame Traum ist, aufs Land zu ziehen oder alle Geheimnisse des Tantras zu erforschen.

Egal!

Daneben kann natürlich jeder noch seine eigenen Visionen verfolgen und seine eigenen Hobbies ausleben. Und die Beziehungs-Vision kann sich natürlich auch ändern.

Doch sie gibt eine Richtung und verfestigt jenen Raum, jenes Miteinander, das durch das MITeinander einer Beziehung aufgebaut wird.

PS: Eine exzellente Methode, die Beziehungsvision regelmäßig zu reflektieren ist das erotische Zwiegespräch :-)!

Dein weiterer Weg

Nach all dieser Lektüre ist es nun an dir, den Schritt zu gehen, um deine Beziehung zu retten.

Sei dir nochmals bewusst, dass dieser Artikel keine Garantie geben kann, dass dein Rettungsversuch erfolgreich ist.

Jeder, der dir das verspricht, ist schlicht unseriös.

Mit diesem Ratgeber kannst du aber die Chancen auf Erfolg erhöhen, um dein Liebesglück wieder zurückzubringen.

Wenn du eine persönliche Frage hast, hinterlasse unten einen Kommentar!

Ich wünsche dir alles Gute und Liebe!

Stephan

33 Kommentare
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  1. Avatar
    Mirko sagte:

    Hallo,
    ich befinde mich in einer ziemlich komplizierter Situation.
    Meine Frau und ich haben wir uns seit ungefähr 9 Jahre kennengelernt. Sie ist mit einem Kind in unsere Beziehung gekommen. Das Kind bzw. die Erziehung der Tochter war immer einen Grund für Streiten bei uns. Seit 4 Jahre haben wir geheiratet und seit Mai haben wir unsere gemeinsame Tochter. Nun hat meine Frau bereits während der Schwangerschaft mit einer Affäre angefangen, die sie nach der Geburt aufgehört hat. Aber seit 2 Wochen hat sie wieder Kontakt mit der Affäre aufgenommen.
    Ich habe mich heute für eine Kontaktsperre heute entschieden, die sich leider aufgrund der Kinder und des bestehendes Eigentums nicht richtig einrichten lässt. Ein freund von mir bittet mir sein Haus für 2 Wochen, da er gerade im Urlaub ist. Ich würde gern nehmen, aber ich mache mich wegen der kinder verrückt. Meine Frau schreibt mir nur wenn es um unsere gemeinsame Tochter geht mehr nicht.
    Ich würde mich auf ein paar Tipps freuen.

    Antworten
    • Lena
      Lena sagte:

      Lieber Mirko,
      ganz wichtig ist mal, dass der Kontakt zu den Kindern geklärt ist: Das muss noch vor der Kontaktsperre geschehen, sonst (wie du ja merkst), macht es einen total verrückt.
      Du könntest deine Ex also fragen, was sie sie bezüglich Kinder-Kontakt vorstellt und ob ihr darüber reden könnt, weil es dir ein Herzensanliegen ist und du hier Klarheit brauchst.
      Je nach offizieller Lage sind ja auch Besuchsrechte usw. zu klären: Auch das wäre gut zu regeln, bevor du in die Kontaktsperre gehst. (Denn die gilt ja nur der Ex gegenüber, nicht aber ihr „als Mutter“ oder den Kindern gegenüber!)
      Alles Liebe,
      Lena

      Antworten
  2. Avatar
    Simone sagte:

    Hallo, ich bin mit meinem Mann 30 Jahre zusammen, und davon 7 Jahre verheiratet. Bis Anfang des Jahres war alles bestens. Auf Grund unserer Selbständigkeit wurde mein mann von einer 15 Jahre jüngeren Frau des öfteren mal zum Kaffee geladen, wo sie schon relativ deutliche Anzeichen gemacht hat. U.a. wurde er auch mehrfach gefragt, ob sie miteinander ausgehen könnten. Irgendwann war es dann bei meinem Mann der kick und sie hatte es geschafft. Aus meinem selbstbewussten und standhaften mann wurde in den letzten vier Monaten ein ‚psychisches Frack‘. Er hat mehrmals versucht, diese affäre zu beenden. Sie hat ihn total in der kontrolle, manipuliert ihn fast täglich am Telefon, bei wa ist sie geblockt ebenso die Handynummer. Sie ruft von anderen telefongeräten an. Sie ist der Meinung, dass nur sie ein ende setzt. Sie hat ihn soweit in der kontrolle, dass sie sich immer noch sehen. Er hat mir noch immer seine Liebe zu mir gestanden. Er schafft es einfach nicht, sich endgültig -wie auch immer -von ihr zu trennen Sie gibt einfach keine Ruhe. Ich hab jetzt einfach keine Kraft mehr zu kämpfen. Ich bin am ende mit meinem nerven. Ich hab das Gefühl, er ist zu schwach für unsere ehe,obwohl er sich bewusst ist, dass es keine Zukunft mit ihr geben wird, da sie sehr dominant und fordernd ist, zumal sie auch verheiratet ist und drei Kinder hat. Bitte helfen Sie uns.

    Antworten
  3. Avatar
    Marion sagte:

    Hallo,
    zuerst einmal Danke für Eure Beschftigung und Unterstützung bei diesem Thema. Ich habe mir nun einige Videos und Einträge von Euch angesehen, aber ich bin nicht ganz sicher, wie ich vorgehen soll.
    Also mein Freund und ich hatten einen holprigen Start und waren danach lange Zeit glücklich zusammen, sind auch zusammengezogen. Leider Gab es einige Probleme, auch mit den Familien und wir haben gerade im letzten halben Jahr öfter gestrittenund es kam sogar schon einmal zu einer Trennungssituation, Diese konnten wir überwinden, weil wir beide noch genug fühlten um an der Beziehung festzuhalten. Nun ist es aber so, dass er sich wieder von mir getrennt hat, aus einem Streit heraus. Er sagt, dass er sich wohl langsam seit der letzten Trennung aus der Beziehung hinausentwickelt habe und jetzt einfach nciht mehr will. Er ist sehr stur.
    Ich kann seinen Standpunkt verstehen und habe ihm sicher auch nciht mehr die Wertschätzung entgegengebracht, wie angemessen gewesen wäre, das habe ich erkannt.
    Ich liebe ihn noch und möchte gerne mit ihm zusammenbleiben, aber ich bin nicht sicher, wie die Chancen dafür stehen.
    Derzeit wohnen wir noch zusammen und das wird sicherlich auch noch für einige Zeit so bleiben. Er sagt auch, dass er mich noch mag und gerne mit mir zusammen wohnen bleiben möchte. Erstaunlicherweise klappt es seit der Trennung auch sehr gut, genau die vorher umstrittenen Punkte können wir nun super umsetzen.
    Was soll ich aber nun tun? Offenbar hasst er mich nicht und ist gerne noch in meiner Nähe, gleichzeitig trennt er sich. Soll ich eine Kontaktsperre einleiten oder erst einmal lieber weiter gut mit ihm zusammenleben und hoffen, dass er erkennt, dass wir die Probleme lösen könnten?

    Für einen Rat wäre ich wirklich dankbar.
    Liebe Grüße!

    Antworten
    • Lena
      Lena sagte:

      Liebe Marion, willkommen bei uns! 🙂
      es klingt danach als kann es wieder besser gemeinsam weiter gehen, und als nutzt ihr die Trennung als eine ARt Weckruf.
      Du kannst versucht das ziemlich Transparent zu machen, so dass er das auch bemerkt: „Wow, schau uns mal an… vor einem Monat war XY noch ein Problem und heute schaffen wir das so gut… was meinst du, woran liegt das?“ Es geht darum, euer Wachstum aufzuzeigen und ins Licht zu bringen.
      Alles Liebe und viel Mut! :~)

      Antworten
  4. Avatar
    Luise sagte:

    Hallo,

    ich bin mit meinem Freund fast auf den Tag 1 Jahr zusammen. Seit einigen Monaten kriselt es sehr und wir streiten uns mittlerweile beinahe täglich. Ich fühle mich hilflos, weil wir beide die Beziehung nicht beenden sondern Wege finden wollen nicht mehr ständig zu streiten.
    Wir sind uns sogar bewusst, warum wir immer wieder streiten. Es sind Dinge die an uns herangetragen werden und die nicht direkt zu ändern sind (z.B. vorübergehende Arbeitslosigkeit, Probleme mit Familie oder Freunden), aber dennoch kocht es immer wieder hoch und wir schaffen es nicht die Konflikte dauerhaft zu beerdigen.
    Ich habe Angst, dass eine Trennung, obwohl wir diese beide nicht wollen, irgendwann nicht mehr abwendbar ist.

    Wie kann man verhindern, dass Streitereien Ständig immer wieder hochkochen?

    Antworten
    • Lena
      Lena sagte:

      Hallo liebe Luise,
      schön, dass du uns geschrieben hast.
      Versuch mal nicht direkt an den Streiten anzusetzen, sondern für Ausgleich im Rest der Beziehung zu sorgen. Also dass die Bereiche, die gerade noch in Ordnung sind, auch so bleiben bzw. sogar besser werden.
      Achte darauf, dass du Momente bewusst herstellst wo Nähe, Sicherheit, Austausch und wirkliche Begegnung entsteht.
      Dann kann die restliche Beziehung die Streite viel besser tragen, auch wenn es wichtig wäre, den Hintergrund dazu herauszufinden, damit es zu einer Lösung vom Thema dahinter kommen kann.
      Alles Liebe,
      Lena

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    Stephan Lauer sagte:

    Liebes szenario-zwei-Team, ich benötige mal einen guten Rat, denn ich weiß momentan einfach nicht mehr weiter. Ende 2016 habe ich eine wundervolle Frau kennengelernt, wir haben uns sehr geschätzt und geliebt. Sie kam aus Österreich, ich wohnte und wohne noch immer in Deutschland, knapp 12 Stunden mit dem Auto von ihrem Wohnort in Österreich entfernt. Silvester 2016 hatten wir das erste Aufeinandertreffen hier in Deutschland. Bereits zu diesem Zeitpunkt war für sie scheinbar klar, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt zu mir nach Deutschland ziehen möchte. In den folgenden Monaten haben wir uns dann natürlich weiterhin sehr intensiv ausgetauscht, durch Nachrichten und Videochats per Skype. Im April 2017 hat sie ihre Arbeit verloren, im Mai 2017 hat sie mich ein weiteres Mal in Deutschland besucht um herauszufinden, ob da bzgl. unserer Beziehung wirklich echte Gefühle im Spiel sind. Wir haben dann bei dieser Gelegenheit auch über unsere möglichen Zukunftspläne gesprochen mit dem Ergebnis, dass sie ihre Zelte in Österreich abbrechen und zu mir nach Deutschland kommen wollte. Es war auch klar, dass sie ihre jüngste Tochter (zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt) mitnehmen wird, ihre beiden älteren Töchter sind hingegen arbeits- und familienbedingt in Österreich geblieben. Wir haben uns zunächst in meiner kleinen Wohnung eingerichtet, sind dann aber Ende 2017 gemeinsam in eine größere Wohnung gezogen, damit sowohl einerseits die Tochter und andererseits wir ein eigenes Schlafzimmer nutzen konnten, denn bis dahin haben meine Partnerin und ich das Wohnzimmer zum Übernachten genutzt. Im Jahr 2018 mussten wir dann einige finanzielle Einbußen hinnehmen, so dass zum Jahresende nur die Tochter über die Feiertage und zum Jahreswechsel nach Österreich reisen konnte, wir sind daheim geblieben. Scheinbar hat dieser Umstand bei meiner Partnerin eine schwere emotionale Krise ausgelöst, vielleicht waren bereits zuvor Anzeichen vorhanden, die ich nicht gesehen habe. Jedenfalls hat sie mir direkt nach Weihnachten eröffnet, dass sie die Beziehung beenden und nach Österreich zurückkehren will. Sie hält sich aufgrund von schlechten Erfahrungen aus früheren Partnerschaften für beziehungsunfähig und es betrübt mich, dass ich sie nicht vom Gegenteil überzeugen konnte. Sie wollte jedoch unbedingt freundschaftliche Bande aufrechterhalten und zunächst noch für ein Jahr bei mir in Deutschland bleiben, um sich ein finanzielles Polster für die Rückkehr zu erarbeiten. Sie sieht die ganze Sache auch sehr nüchtern und hat sich aus Angst vor emotionalen Verletzungen einen mentalen Schutzpanzer zugelegt. Trotz intensiver Gespräche in den letzten Wochen komme ich nicht an sie ran. Ich denke, sie hat immer noch Gefühle für mich und traut sich nur nicht, sich diese einzugestehen. Es gibt halt immer mal zwischendurch Momente, wo diese Gefühle doch mal kurz aufflackern. Da ich ihre Vergangenheit größtenteils kenne, kann ich ihre Bindungsangst nachvollziehen und ich möchte ihr gerne helfen. Natürlich möchte ich sie auch nicht verlieren und ich hoffe, dass es immer noch Chancen gibt, unsere Beziehung zu retten. Für mich stellt sich die Frage, ob ich sie nun erstmal einfach loslassen und sich entfalten lassen soll, damit sie sich wieder selbst wieder lieben und wertschätzen kann? Soll ich einfach erstmal nur Freund sein und alles partnerschaftliche und emotionale außen vorlassen? Darf ich mir überhaupt noch Chancen für das erneute Aufleben der Beziehung zugestehen oder muss ich einfach einen Schlussstrich ziehen? Evtl. nach der Trennung dann zu einem späteren Zeitpunkt versuchen ihr Herz erneut zu erobern? Ich weiß mir einfach keinen Rat und wäre für eine Hilfestellung sehr dankbar.

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