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Wie du richtig damit umgehst, wenn dein:e Ex Depressionen hat

von Theresa,  letztes Update: 29. Jul 2023

Hat dein:e Ex Depressionen und du fragst dich, welche Auswirkungen das auf die Trennung bzw. eine erneute Beziehung hat und was nun wichtig ist?

Dann bist du hier genau richtig!

Im folgenden Blogartikel erfährst du die wichtigsten Infos über Depressionen und wie diese Beziehungen bzw. eine Trennung beeinflussen.

Und zum Schluss schauen wir uns noch an, wie du dich am jetzt am besten verhältst gegenüber deinem:r Ex!

Was genau sind eigentlich Depressionen?

Vielleicht fragst du dich gerade, was Depressionen eigentlich sind.

Wann ist eine Person depressiv und wann ist sie einfach „nur“ traurig?

Diese Frage ist wichtig für dich, denn es macht einen Unterschied, ob dein:e Ex zeitweise traurig ist in Form einer „normalen“ Emotion, oder ob er/sie an Depressionen leidet.

Ist dein:e Ex einfach nur zeitweise traurig, so ist die Ex-zurück-Strategie – so wie du sie hier am Blog lernst – ganz „normal“ anwendbar.

Depressionen hingegen sind ein klinisch relevantes Störungsbild. Das heißt, hier muss die Strategie gegebenenfalls etwas angepasst werden.

Und es kommen ein paar Dinge dazu, die du zusätzlich beachten solltest.

Wenn du hier Fragen hast und Unterstützung zur Vorgehensweise benötigst, dann klicke hier und wir besprechen alles in einem persönlichen Coaching!

Mir geht es in diesem Guide vor allem darum, dir das Thema Depression verständlich zu machen, sodass du deine:n Ex gut verstehen und dementsprechend richtig auf ihn/sie reagieren kannst.

Ist bei deinem/r Ex bereits eine Depression diagnostiziert, so kannst du diesen Guide direkt anwenden.

Vermutest du eine Depression bei deinem:r Ex, ohne dass es eine Diagnose gibt, so kannst du diesen Guide als „Empathie-Stütze“ für dich sehen und die verschiedenen Richtlinien im Hinterkopf behalten.

Wie äußern sich Depressionen

Eine Depression ist, wie eben beschrieben, ein klinisch relevantes Störungsbild.

Das heißt:

Es handelt sich um eine Krankheit, die anhand spezifischer Kriterien diagnostiziert werden kann und in den meisten Fällen therapeutisch behandelt werden muss.

Zu den spezifischen Kriterien gehören vor allem der Verlust an Freude bzw. Interesse und/oder das Bestehen einer gedrückten, depressiven Verstimmung.

Zusätzlich müssen für die Diagnose noch zumindest weitere Kriterien bestehen, wie beispielsweise:

  • Antriebslosigkeit
  • Verminderte Konzentrationsfähigkeit
  • Hoffnungslosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Gefühle von Wertlosigkeit und Schuldgefühle
  • Gewichtsverlust ohne Diät
  • Suizidgedanken

Zudem müssen diese Kriterien über einen Zeitraum von zumindest zwei Wochen bestehen.

(Es gibt verschiedene Formen von Depressionen. Je nach Form kann die Dauer bzw. die Anzahl der Symptome abweichen.)

Im Gegensatz zu der richtigen Diagnose „Depression“ wird in der Umgangssprache das Wort „depressiv“ häufig auch ohne das Vorhandensein einer tatsächlichen Depression verwendet.

Hierbei sind dann oftmals Personen gemeint, welche einfach „nur“ traurig sind.

Es ist jedoch wichtig zu unterscheiden:

Nur weil eine Person traurig ist, ist das nicht automatisch eine klinisch relevante Depression in Form einer psychischen Krankheit.

Umgekehrt muss eine Person, die die Diagnose Depression hat, nicht (ausschließlich) traurig sein.

Wie oben beschrieben äußert sich eine Depression auch durch andere Symptome.

Wie Depressionen entstehen

Du fragst dich möglicherweise, wie es zu Depressionen kommt und wie diese entstehen.

In der Psychologie geht man unter Anderem von einem biopsychosozialen Ansatz aus.

Das heißt:

Depressionen haben vielfältige Ursachen, welche genetischer, psychologischer und auch sozialer Natur sein können.

Depressionen haben einen hohen genetischen Anteil.

In einer Familie können Depressionen gehäuft vorkommen, da diese genetisch vererbt werden können.

Ist oder war beispielsweise ein Elternteil oder sogar beide Elternteile deines:r Ex an Depressionen erkrankt, so stellt das einen Risikofaktor dar und die Wahrscheinlichkeit für deine:n Ex ebenso an Depressionen zu erkranken ist erhöht.

Auch Umweltfaktoren, wie beispielsweise traumatische Ereignisse, wie ein Unfall, ein Jobverlust, der Tod eines Angehörigen oder auch eine Trennung, können ursächlich für eine Depression sein.

Auch die Persönlichkeit einer Person spielt in die Entstehung von Depressionen mit rein. Das heißt, ist eine Person beispielsweise von Grund auf pessimistisch, so kann auch das ein Risikofaktor sein.

Bei manchen Personen reicht ein Faktor, bei anderen braucht es das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, sodass eine Depression entsteht. Je mehr Risikofaktoren bestehen, desto wahrscheinlich wird das Auftreten einer Depression.

Werde nicht zum „Hobbypsychologen“

In diesem Artikel beziehen wir uns gezielt auf das Störungsbild „Depression“.

Es kann gut sein, dass dein:e Ex die Kriterien einer Depression erfüllt, diese jedoch (noch) nicht diagnostiziert ist.

Wichtig:

Das Krankheitsbild der Depression wird im Rahmen einer psychotherapeutischen Untersuchung mittels spezifischer Erhebungsinstrumente diagnostiziert. Von „Laiendiagnosen“ ist demnach abzuraten.

Das bedeutet:

Vermutest du, dass dein:e Ex Depressionen hat, so sei dir stets bewusst, dass dies ausschließlich eine Vermutung ist und behandle dies auch als solche.

Gib deinem:r Ex also keine Diagnose.

Behalte somit die Bedeutung und Kriterien von einer Depression im Kopf, überfall deine:n Ex jedoch nicht mit den Worten: „Du hast Depressionen!“ bzw. erzähle deine Vermutung nicht allzu groß herum, da dies sonst bei deinem:r Ex ankommen und das Verhältnis zwischen euch verschlechtern kann.

Was kann man gegen Depressionen machen?

Depressionen gehen in den meisten Fällen nicht einfach von selbst wieder weg, sondern brauchen eine angemessene Behandlung.

Du kannst dir das wie bei einem gebrochenen Bein oder einer schweren Grippe vorstellen.

Dabei wartest du wahrscheinlich auch nicht ab und hoffst es wird von selbst besser, sondern gehst zum Arzt und unterziehst dich einer entsprechenden Behandlung.

Depressionen werden im Rahmen einer Psychotherapie behandelt.

Dabei gibt es verschiedene Therapieformen und es wird beispielsweise unter anderem mit Gedanken, Gefühlen und dem Verhalten gearbeitet.

Dabei liegt der Fokus auf den störungserhaltenden Faktoren der betroffenen Person und den vorhandenen Ressourcen.

Häufig werden im Rahmen einer Therapie auch Medikamente (Antidepressiva) verschrieben.

Ist das alles nicht wirksam gibt es auch noch weitere Formen der Depressionsbehandlung für sehr schwere Fälle, wie beispielsweise die Elektrokrampftherapie. Dabei wird unter Narkose Strom durch das Gehirn geleitet.

Welchen Einfluss Depressionen auf eine Beziehung haben können

Nun hast du bereits kennengelernt, was Depressionen sind.

Möglicherweise fragst du dich jetzt, warum und wie sich diese auf eine Beziehung auswirken.

Tatsächlich sind die Auswirkungen nicht zu unterschätzen.

Statistik zu Trennungen und Depressionen

In einem Artikel der deutschen Depressionshilfe wurde angeführt, dass etwa 45% der Personen, die an einer Depression leiden, diese mit einer Trennung in Verbindung bringen.

Das heißt:

Bei fast der Hälfte der Personen mit Depressionen kommt es zu einer Trennung im Zusammenhang mit der Krankheit.

Das zeigt bereits, welche große Auswirkung Depressionen auf eine Beziehung haben können.

Eine Beziehung kann nur so gut sein, wie es einzelnen Partnern selbst geht

Eine Beziehung kann nur so gut sein, wie es den einzelnen Partnern selbst geht.

Das klingt jetzt mal nach einer steilen These, oder?

Tauchen wir hier etwas tiefer ein. Dann wirst du merken, dass in dieser Aussage unheimlich viel Wahrheit steckt.

In einer Beziehung steuert jeder Partner 50% bei.

Geht es nun einem Partner nicht gut (beispielsweise wegen Stress in der Arbeit, Probleme mit Freunden oder Selbstwertproblemen), so kann dieser seine 50% nicht mehr ausreichend gut erfüllen.

Das bedeutet:

Ist ein Partner unglücklich, so trägt er diese Stimmung auch automatisch mit in die Beziehung rein.

Du kannst dir das so vorstellen:

Ist dein Partner ständig gestresst, weil die Arbeit ihn/sie extrem beansprucht, so ist wahrscheinlich wenig Energie für körperliche Nähe und gemeinsame Aktivitäten übrig.

Das sind jedoch wichtige Aspekte einer Beziehung und auf Dauer wird das Fehlen dieser die Beziehung belasten.

Gibt es also auf einer Seite der Beziehung Probleme, so wird das oft auch zum Problem in der Beziehung.

So ist es auch bei Depressionen.

Auch dies bleibt nicht nur Thema des einen Partners, sondern zeigt sich auch in der Beziehung.

Wie du oben erfahren hast, ist eines der möglichen Symptome von Depressionen Antriebslosigkeit.

So kann es beispielsweise sein, dass keine gemeinsamen Unternehmungen mehr möglich sind, weil der depressive Partner keine Kraft dazu hat.

Auch die gedrückte Stimmung des depressiven Partners kann sich auf die Beziehung auswirken, sodass weniger gemeinsam gelacht wird und spaßige Erlebnisse nachlassen.

Oft ziehen sich Partner mit Depressionen auch zurück, weil das „Interesse am Leben“ abnimmt.

Depressionen können somit auch der Auslöser für eine Trennung sein!

Warum trennen sich Depressive? [4 häufige Gründe]

Warum können Depressionen zu einer Trennung führen?

Im Folgenden erfährst du die häufigsten Gründe.

Grund #1: Fehlende Kapazität für Beziehung

Hat dein:e Ex Depressionen, so kann es sein, dass er/sie keine Kapazität für eine Beziehung hat.

Stell dir vor dein:e Ex besitzt ein Fass, welches sein/ihr Stresslevel darstellt.

Ist das Fass leer, so wird dein:e Ex auch bei Anforderungen in der Beziehung beispielsweise oder Stress nicht direkt überfordert sein, sondern wird diese gut meistern können.

Ist das Fass jedoch bereits gut gefüllt, so reicht ein kleiner Tropfen aus, wie beispielsweise ein Streit in der Beziehung oder allein die Erwartung, gemeinsamen Aktivitäten nachzugehen, um das Fass zum Überlaufen zu bringen.

Durch das Vorhandensein einer Depression, ist das Fass bereits (fast) komplett gefüllt.

Depressionen rauben Kraft und haben einen Einfluss auf alle Lebensbereiche, dadurch nehmen sie viel Raum ein.

Aus diesem Grund hat dann eine Beziehung häufig keinen Platz mehr, da das Fass bereits gefüllt ist und alle Ressourcen der betroffenen Person mit dem Bewältigen bzw. Aushalten der Depression ausgeschöpft sind.

Eine Beziehung braucht Zeit und auch Arbeit.

Dafür sind jedoch bei der betroffenen Person dann keine Kapazitäten mehr vorhanden.

Oft wird unterschätzt, welch großen Einfluss Depressionen auf verschiedenste Lebensbereiche haben.

Hierbei ist es wichtig, dass du dir folgendes bewusst machst:

Depressionen sind nicht einfach „nur“ Traurigkeit, wie es jeder von uns kennt und bei welcher man nur abgelenkt bzw. aufgemuntert werden muss.

Depressionen sind eine psychische Krankheit, welche behandelt werden müssen.

Stell dir das nochmal anhand einer körperlichen Krankheit vor:

Du hast eine schwere Grippe und dann kommt ein Freund zu dir und möchte, dass du mit ihm über seine Probleme sprichst oder mit ihm spazieren gehst.

Du würdest schnell merken: „Oh Gott, das ist mir gerade viel zu viel!“

Da Depressionen meist länger andauern als eine normale Grippe, stellt das also eine Dauerbelastung dar und das „Oh Gott, das ist mir gerade viel zu viel!“ wird irgendwann zur Trennung.

Grund #2: Überforderung

Ein weiterer Grund für die Trennung kann Überforderung sein.

Du hast eben bereits gelernt, dass Depressionen alle Kapazitäten deines:r Ex einnehmen können.

Das kann auch zu einer Überforderung bei deinem:r Ex führen.

Stell dir vor, du hast plötzlich keine Energie mehr, keine Freude mehr am Leben und kannst dich nicht mehr konzentrieren.

Es fällt dir schwer deinen Alltag zu meistern und du merkst auch, dass du keine Kraft mehr hast für Dinge wie partnerschaftliche Intimität.

Zudem weißt du wahrscheinlich nicht, woher das plötzlich kommt.

Das wäre enorm frustrierend und du würdest dich wahrscheinlich maßlos überfordert fühlen, oder?

Oft äußert sich dieser Trennungsgrund, indem dein:e Ex sagt: „Mir ist alles zu viel!“

Grund #3: Beziehung wird als Ursache der Depression gesehen

Ein weiterer Trennungsgrund kann sein, dass dein:e Ex denkt, die Beziehung wäre schuld an den Depressionen.

Oft fühlen sich Depressionen an, als kämen sie aus dem Nichts und es gibt keinen direkt greifbaren Grund dafür.

Bei uns Menschen ist es jedoch so, dass wir unsere Welt gerne sortiert erleben und die Gründe kennen für das, was wir erleben.

Geht es uns also plötzlich sehr schlecht, suchen wir einen Grund dafür.

Finden wir dann jedoch keinen Grund, kann es sein, dass wir uns einen Grund im Umfeld suchen.

Wie oben beschrieben, ist durch eine Depression häufig keine Kraft mehr für Intimität oder gemeinsame Aktivitäten vorhanden.

Das kann zu Streit führen.

So kann es letztendlich sein, dass dein:e Ex denkt: „Die Beziehung muss der Grund für meine Depression sein, da wir ständig streiten!“

Und das führt dann zur fatalen Schlussfolgerung in deinem:r Ex: „Beende ich die Beziehung, so geht es mir dann also auch besser.“

Das ist jedoch ein Irrglaube.

Wie du zu Beginn bereits erfahren hast, führt meist das Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren zu einer Depression.

Probleme in der Beziehung können dabei durchaus ein Risikofaktor sein.

Meist kommen jedoch noch weitere Faktoren dazu.

Das heißt also:

Beendet dein:e Ex die Beziehung, so ist zwar der Beziehungsstress weg, also ein Faktor, welcher die Depression begünstigt hat.

Jedoch sehr wahrscheinlich die anderen Faktoren nicht.

ACHTUNG: Nur weil dein:e Ex merkt, dass die Trennung nicht die Lösung des eigentlichen Problems ist, heißt das nicht, dass dein:e Ex automatisch zurückkommen wird.

Denn die Depressionen bestehen in den meisten Fällen nach wie vor und stellen ein großes Hindernis für eine Beziehung dar.

Grund #4: Ex will dich nicht belasten

Ein weiterer Trennungsgrund kann sein, dass dein:e Ex dich nicht belasten möchte.

Geht es deinem:r Ex nicht gut aufgrund der Depression, so wirkt sich das auch auf dich aus.

Einerseits indirekt, indem ihr weniger gemeinsam unternehmt und es weniger körperliche Nähe gibt und andererseits direkt, indem du dir wahrscheinlich Sorgen machst und auch mit deinem:r Ex mitfühlst.

Nun kann es sein, dass dein:e Ex dich jedoch nicht herunterziehen möchte und Angst hatte, dich mit der negativen Stimmung anzustecken.

Wie wirken sich Depressionen beim Ex auf die Chancen aus?

Du fragts dich nun wahrscheinlich, wie sich Depressionen bei deinem:r Ex auf die Chancen bezüglich einer erneuten Beziehung auswirken.

Hier müssen wir zwei Fälle unterscheiden:

Fall #1: Die Depressionen waren der Trennungsgrund (siehe die Gründe vorher).

Fall #2: Die Depressionen waren nicht der Trennungsgrund, sondern etwas anderes (beispielsweise wenn eine Affäre aufgeflogen ist).

Damit sich wieder Chancen für eine neue Beziehung ergeben, müssen die Trennungsgründe bearbeitet und somit aufgelöst werden.

Bleiben die Trennungsgründe bestehen, so besteht – wie es der Begriff schon sagt – noch Grund zur Trennung. Somit ist eine erneute Beziehung unwahrscheinlich.

Deswegen ist die Arbeit an den Trennungsgründen so enorm wichtig.

Trifft bei dir Fall #2 zu, also war die Depression nicht Grund der Trennung, sondern etwas anderes und konntet ihr mit der Depression gemeinsam gut in der Beziehung umgehen, sollte der Großteil der Arbeit auf dem eigentlichen Trennungsgrund liegen.

Trifft jedoch Fall #1 bei dir zu und die Depression war der Grund der Trennung, so müssen erst diese bearbeitet werden, damit eine erneute Beziehung möglich wird.

Hat dein:e Ex Depressionen, so liegt das jedoch außerhalb deines Handlungsraumes.

Das heißt:

Du kannst dies wenig bis gar nicht beeinflussen und es braucht an erster Stelle Einsicht von deinem:r Ex, dass dieser Hilfe benötigt und im zweiten Schritt Motivation, an einer Therapie mitzuarbeiten.

Solange dein:e Ex nicht sieht, dass er ein Problem hat, für welches er/sie externe Hilfe benötigt, ändert sich leider nichts an eurer Situation.

Beachte unbedingt DAS!

Nun kann es sein, dass du dir denkst: „Ich bringe meine:n Ex einfach dazu, eine Therapie zu machen und alles wird gut!“

Dem ist aber leider nicht so.

Denn:

Die beste Therapie hilft nichts, wenn dein:e Ex selbst nichts ändern möchte und nicht bereit ist, aktiv in der Therapie mitzuarbeiten!

Kann eine Beziehung mit Depressionen überhaupt funktionieren?

Nun fragst du dich vielleicht, ob denn eine Beziehung, in welcher ein Partner Depressionen hat, denn überhaupt funktionieren kann.

Die kurze Antwort:

Ja!

Eine Beziehung kann auch mit Depressionen funktionieren.

Gleichzeitig gibt es gewisse Besonderheiten.

Es ist wichtig, dass dir bewusst ist, was Depression bedeutet. Das heißt:

Es sollte dir klar sein, dass es sich nicht um eine leichte Verstimmung handelt, die schon wieder vergeht, sondern dass dies eine Krankheit ist.

Gerade deswegen braucht es Verständnis von deiner Seite, dass es eben ein Krankheitsbild mit gewissen Symptomen ist.

Gleichzeitig braucht es für eine funktionierende Beziehung auch das Verständnis von deinem:r Ex, dass die Situation natürlich auch für dich nicht leicht ist.

Wichtig:

War die Depression der Trennungsgrund, so ist eine Therapie eine wichtige Basis, damit überhaupt wieder Kapazität bei deinem:r Ex für so ein Verständnis vorhanden ist.

Was du tun kannst/solltest, wenn dein:e Ex Depressionen hat

Wenn dein:e Ex Depressionen hat, ist es für dich wahrscheinlich nicht immer leicht und du tust dir schwer einzuschätzen, wie du dich verhalten solltest.

Im Folgenden erfährst du die wichtigsten Infos hierzu.

Sorge für deine eigene Stabilität

Besonders wichtig ist, dass du für deine eigene Stabilität sorgst.

Es kann sehr belastend sein, das Leiden deines:r Ex aufgrund der Depressionen ständig mitzubekommen.

Möglicherweise fühlst du dich auch hilflos, weil dir diesbezüglich die Hände gebunden sind.

Genau deswegen ist es entscheidend, dass du auf deine eigene Gesundheit und dein Wohlbefinden achtest, sodass du selbst emotional stabil bist, um somit schwierige Phasen der Depression abfedern zu können.

Das heißt, du solltest selbst so stabil sein, dass du deinem:r Ex zukünftig eine gute Stütze sein kannst, ohne selbst dabei zu stark zu leiden.

Gib deinem:r Ex Raum

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass du deinem:r Ex Raum gibst.

Das heißt:

Dränge dich nicht auf. Versuche also beispielsweise nicht, deine:n Ex zur Therapie zu bewegen, wenn er/sie das nicht möchte.

Natürlich ist es möglich, wenn ein vertrauter Kontakt besteht, ihn/sie vorsichtig auf die Möglichkeit einer Therapie hinzuweisen.

Das kann beispielsweise so gelingen:

„Ich habe den Eindruck, dass es dir nicht so gut geht in letzter Zeit. Ich mache mir etwas Sorgen und habe mich gefragt, ob du Hilfe brauchst?“

Geht dein:e Ex dabei offen auf dich zu, kannst du das Thema Therapie offen in den Raum stellen und auch anbieten, bei der Therapeutensuche zu helfen.

Besteht aktuell kein Kontakt oder ist der Kontakt schwierig und einseitig, so ist jedoch davon abzuraten!

Gib deinem:r Ex also Raum und Zeit für sich und laufe nicht hinterher. Das würde die Überforderung nur verschlimmern.

Zusätzlich würdest du deinem:r Ex dabei auch den Prozess der Depressionsbewältigung erschweren, da du damit auch Kraft und Energie von ihm/ihr ziehst.

Werde nicht zum „Hobby-Therapeuten“

Versuche nicht, in die Rolle eines Therapeuten zu schlüpfen und die Probleme deines Ex zu bewältigen.

Depressionen sind ein schweres Krankheitsbild und sind durch qualifizierte Psychotherapeuten zu behandeln.

Bricht dein:e Ex sich sein/ihr Bein, so würdest du ja auch nicht selbst behandeln, sondern mit ihm/ihr zu einem Spezialisten gehen.

Zusätzlich kann dein Lösungsversuch auch Druck in deinem:r Ex aufbauen.

Dein:e Ex würde wahrscheinlich sehen, wie du dich bemühst, jedoch gleichzeitig merken, wie sich nichts bei ihm/ihr verändert. Das kann ihn/sie dann wiederum noch mehr belasten.

Du kannst die Depressionen nicht für deine:n Ex tragen.

Stell dir auch hier wieder das gebrochene Bein vor: Das könntest du deinem:r Ex auch nicht abnehmen.

Du kannst dir nicht für deinen Ex dein Bein brechen oder ihm/ihr irgendwie den Schmerz wegnehmen.

Wichtig:

Das heißt jedoch nicht, dass du keine positive Unterstützung sein kannst.

Du kannst mit Verständnis und einem offenen Ohr eine Unterstützung darstellen, ohne dass du versuchst, die Depression aufzulösen.

Sei dir der Bedeutung der Krankheit bewusst!

Abschließend lässt sich sagen, dass es entscheidend ist, dass du dir bewusst bist, dass eine Depression eine Krankheit ist und keine leichte Stimmungsschwankung.

Du kannst für dein:e Ex, wenn er/sie das möchte, eine Stütze sein.

Achte jedoch besonders im Ex-zurück-Prozess darauf, dass du ihm/ihr nicht nachläufst und keinen Druck ausübst, umso eine weitere Überforderung zusätzlich zur Depression zu vermeiden.

War die Depression der Trennungsgrund, so ist es zwingend notwendig, dass dein:e Ex sich aktiv Hilfe sucht und die Depression sich bessert, um eine erneute Beziehung zu ermöglichen.

Wenn du auch in dieser Situation bist und persönliche Unterstützung benötigst, dann komm gern ins Coaching!

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Alles Liebe,

Theresa

Theresa

Theresa ist Senior-Coach bei szenario-zwei und Psychologin.

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