Wenn man die Kontaktsperre gebrochen hat, so kann das ziemlich viele negative Folgen nach sich ziehen.
Ganz egal, ob das aus einem Moment der Schwäche heraus passiert ist oder ein verzweifelter Versuch war, die verlorene Liebe wieder zu entfachen…
In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit den möglichen Konsequenzen, die sich ergeben, wenn du die Kontaktsperre brichst.
Du wirst erfahren, was das in deinem:r Ex auslöst und warum das eine Art unerwünschte „Reset-Funktion“ hat.
Und wir werden uns anschauen, was der Bruch der Kontaktsperre für dein Ex zurück Projekt bedeutet und inwieweit nun alles verloren ist (oder nicht!).
Sofort-Plan für Schadensbegrenzung in 60 Sekunden
Ein Bruch der Kontaktsperre ist es immer dann, wenn du deinem:r Ex proaktiv schreibst (egal ob WhatsApp, Brief usw.) ohne triftigen Grund für deine Nachricht.
Für sofortige Schadensbegrenzung unterscheide: War es ein impulsiver Kontakt oder ein „Kontakt-Overkill“`?
- Bei einem kurzen Kontakt: Kurze Erklärung und anschließend wieder Kontaktsperre.
- Bei „Kontakt-Overkill“: Newtralizer schreiben.
Maximal eine Erklärung (bzw. Newtralizer), anschließend kein „Nachfassen“ oder „nochmal erklären“.
Wichtig: Der „Timer“ für der Kontaktsperre setzt sich zurück, d.h. die 30 Tage Kontaktsperre laufen dann wieder von vorn.
War es wirklich ein Bruch der Kontaktsperre?
Bevor wir uns die nächsten Schritte anschauen, lass uns zuerst erfassen, ob überhaupt ein Bruch der Kontaktsperre vorliegt.
Dazu lass mich kurz die beiden Arten der Kontaktsperre unterscheiden:
- Eine vollständige Kontaktsperre ist es dann, wenn nach der Trennung kein organisatorischer Kontakt mehr nötig ist.
- Wenn ihr aber z.B. noch Kinder habt, gemeinsam wohnt oder euch in der Arbeit seht und deswegen noch organisatorischer Kontakt nötig ist, dann spricht man von einer teilweisen Kontaktsperre.
Ein Bruch einer vollständigen Kontaktsperre ist es NICHT, wenn…
- du etwas Organisatorisches fragst, was jetzt zwingend nötig ist (z.B. etwas wegen laufenden Verträgen, wo du nicht bis zum Ende der Kontaktsperre warten kannst).
- dein:e Ex sich proaktiv bei dir meldet.
Denn bei einer Kontaktsperre vermeidest du aktiv den Kontakt. Was dein:e Ex tut, kannst du ja nicht beeinflussen.
Wenn du in einer teilweisen Kontaktsperre bist, ist natürlich der organisatorische Kontakt KEIN Bruch der Kontaktsperre.
Das heißt, die Daumenregel ist:
Ein Bruch der Kontaktsperre ist es immer dann, wenn du deinem:r Ex proaktiv schreibst (egal ob WhatsApp, Brief usw.) ohne triftigen Grund für deine Nachricht.
Also zum Beispiel:
- du schreibst „Ich vermisse dich!“ oder „Lass uns nochmal reden!“,
- du schreibst einen Brief, um „alles nochmal zu erklären“,
- du schaust die Story deines:r Ex an oder likest ein Bild (das nennt man so genannten „passiven Kontakt“).
Was löst es beim Ex aus, wenn du die Kontaktsperre brichst?
Die Kontaktsperre ist deswegen so wirkungsvoll, weil sie die trennungsdynamischen Prozesse optimal ausnutzt.
Wenn du die Kontaktsperre brichst, passiert nämlich Folgendes:
Dein:e Ex kommt dadurch nicht in die letzte Kontaktsperre-Phase , nämlich die Vermissens-Phase (dort soll dein:e Ex EIGENTLICH durch die Kontaktsperre hinkommen!).
Denn dein Kontakt zieht das Trennungs-Mindset in die Länge.
Dein:e Ex muss sich dann erst recht wieder bemühen, dich auf Abstand zu bringen.
Die Kontaktsperre führt ja dazu, dass Trennungsemotionen beim Ex-Partner abklingen können, sodass wieder erstes Vermissen einsetzen kann.
Wenn du Kontaktsperre brichst, dann drückst du quasi den Reset-Knopf bei diesem Prozess und dein Ex-Partner ist im Wesentlichen emotional wieder da, wo er direkt nach Trennung war.
Genau das ist der Grund, warum ein Bruch der Kontaktsperre dich im Ex-zurück-Prozess sehr weit zurückwerfen kann.
Was du jetzt tun solltest, wenn du die Kontaktsperre gebrochen hast
Grundsätzlich ist es nicht ideal, wenn du die Kontaktsperre brichst. Deine Chancen verringern sich dadurch.
Aber das weißt du vermutlich eh selber. 😉
Ist deswegen automatisch alles verloren?
Die klare Antwort ist hier: Nein.
Aber es ist umso wichtiger, dass du dich ab sofort richtig verhältst.
Was nun zu tun ist, erfährst du jetzt.
„Wie stark“ hast du die Kontaktsperre gebrochen?
Schau zuerst mal, „wie stark“ du die Kontaktsperre gebrochen hast.
War es eine einzige kurze Nachricht mitten in der Nacht?
Oder war es ein Brief und 5 darauffolgende Nachrichten.
Das macht einen gewaltigen Unterschied.
Während man erstes noch als verständlichen „Ausrutscher“ nach einer Trennung interpretieren kann ist zweites schon ziemlich übers Ziel hinausgeschossen.
Je nachdem, wo du dich da am Spektrum einordnen kannst, ist auch dein nächster Schritt unterschiedlich.
Nochmal schreiben oder gleich zurück in die Kontaktsperre?
Wenn du dich eher beim „kleinen Ausrutscher“ einordnest, also z.B. nur einmal kurz geschrieben hast und dein:e Ex nicht mal drauf reagiert hat, dann kannst du das einfach dabei belassen.
Oder du schreibst eine kurze „Erklärung“, wie beispielsweise:
„Oje, ich weiß nicht, was mich gestern geritten hat, ich lass dich jetzt in Ruhe!“
Dadurch über nimmst du Verantwortung und spiegelst auch das Empfinden von deinem:r Ex.
Zusätzlich nimmst du auch Druck von deinem:r Ex, im Sinne von: „Wir belassen es dabei, du musst nicht antworten.“
Anschließend gehst du einfach wieder zurück in die Kontaktsperre und schreibst ab sofort nichts mehr.
Wenn du eher in Richtung „Kontakt-Overkill“ gegangen bist, dann ist es in aller Regel besser, das Ganze mit unserer bewährten Newtralizer-Nachricht zu erklären und abzufangen.
Der Newtralizer ist wie ein Reset-Knopf, mit dem du einen neuen, respektvolleren Rahmen schaffen kannst.
Ein Newtralizer hat folgenden Aufbau:
- Entschuldigung
- Benennen, was du getan hast.
- Dein Verhalten nachvollziehbar begründen und erklären.
- Ankündigen, dass du zurück in die Kontaktsperre gehst.
Beispiel-Formulierungen für jeden dieser Bausteine erfährst du in diesem Blogbeitrag ganz genau:
>>> Ex-zurück-Fehler korrigieren mit dem Newtralizer: Mach DAS sofort, wenn du nachgelaufen bist!
Kontaktsperre verlängern?
Ein Bruch der Kontaktsperre wirkt – wie bereits weiter oben angesprochen – wie ein „Reset“.
Das heißt, du „resettest“ nicht nur den emotionalen Zustand deines:r Ex, sondern auch den „Timer“ für die Kontaktsperre.
Nach dem Bruch startest du also wieder bei Tag #1 und die 30 Tage Kontaktsperre beginnen von vorn.
Bonus-Tipp: Achte auf gutes Emotions-Management bei dir
Wenn jemandem die Kontaktsperre richtig schwerfällt, machen wir im Coaching auch immer Emotions-Management.
Die große Gefahr ist nämlich: wenn man die Kontaktsperre bricht, rutscht man schnell in Selbstvorwürfe ab.
Dadurch macht man sich aber nur ein zweites Problem, das einfach nicht nötig ist.
Denn ändern kann man es ohnehin nicht mehr.
Besser ist es, ab jetzt alles zu unternehmen, um den Schaden zu begrenzen und auch zu lernen, mit den eigenen Emotionen besser umzugehen, sodass sie einen nicht mehr sabotieren.
Ein Fehler, den viele in solchen Situationen machen, ist dass man in einer Emotion stecken bleibt und das ganze Leben nur noch aus der Brille dieser Emotion heraus wahrnimmt.
Das ist so, als würde ein Pferd mit dir am Rücken komplett durchgehen.
Das Ziel ist aber, dass du deine Rolle als Reiter wieder findest, das Zaumzeug festhältst und dein Pferd bewusst lenkst, egal was kommt.
Hier eine kleine Übung für dich: schreib in dein Notizheftchen die Emotion auf, die du jetzt aktuell am stärksten spürst.
Wenn du magst, stelle deinen Wecker auf 30 Minuten und schreibe nach dieser Zeit wieder die größte Emotion auf, die du gerade spürst.
Vielleicht ist es dieselbe Emotion, vielleicht hat sie sich aber auch verändert.
Diese Übung hilft dir dabei, zu erkennen, dass du größer bist als deine Emotionen und sich das Leben unabhängig davon weiter entwickelt.
Oftmals geben wir unseren Klient:innen verschiedene Beobachtungs-Übungen mit, um genau an diesem Bewusstsein zu arbeiten.
Im Coaching arbeiten wir dann auch mit Techniken aus der Trauma-Therapie direkt an der Emotion, damit man lernt, sie zu beruhigen und diesen Prozess auch besser steuern zu können.
Wichtig ist aber:
Das Ziel ist nie, die Emotionen einfach „wegzumachen” oder zu verdrängen, sondern zu lernen, dass man größer ist und kontrolliert durch die großen Emotionen durchgehen kann.
Wie geht es jetzt für dich weiter?
Wenn die Kontaktsperre grad eine riesengroße Herausforderung ist, dann helfen dir die Tipps aus diesem Blogbeitrag bestimmt, dich durch diese Zeit gut durchzubringen:
>>> Kontaktsperre durchhalten leicht gemacht! [sofort anwendbare Tipps & Strategien]
Und wenn du für dich auch nochmals checken möchtest, ob die Dauer deiner Kontaktsperre die richtige ist und wie du diese gut angehst, wenn ihr noch Kontakt haben müsst, dann mach unseren kostenlosen „Kontaktsperre-Check“:
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Alles Liebe,
Stephan











